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Integration

20.05.2017

Nach dem Sprachkurs fit für den Job

Fit werden für den Arbeitsmarkt: Neuzugewanderte werden beim Erstellen des Lebenslaufs beraten.
Bild: Dawid Czech, Landratsamt

Bewerbungen, Praktika und berufliche Chancen stehen im Bildungsbüro des Landkreises im Mittelpunkt. Perspektiven sollen die Schüler motivieren

Aichach-Friedberg Wie erstelle ich einen aussagekräftigen Lebenslauf? Welche Möglichkeiten bieten sich für die berufliche Integration? Um diese Fragen ging es jetzt im Bildungsbüro. Zusammen mit dem Verein Ausbilden, Arbeiten, Unternehmen (A.A.U.) wurden die Teilnehmer individuell beraten, um nach erfolgreich absolviertem Sprachkurs einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Bereits im März waren die Schüler der Sprachschule Alterlingua und Mitarbeiter von A.A.U. zusammengekommen. Felicitas Eitel von A.A.U. vermittelte Informationen über das duale Ausbildungssystem und die beruflichen Möglichkeiten. Ziele sind das Erreichen des nächsten Sprachniveaus und der Anschluss in eine berufliche Beschäftigung. Das bestätigt Irene Christopulu, Leiterin des Sprachinstituts Alterlingua. Sie unterrichtet und begleitet Neuzugewanderte in der Region Augsburg seit Jahren und stellt immer wieder fest, wie wichtig eine Perspektive über den Sprachkurs hinaus für die Motivation ihrer Schüler ist.

Wafa Bahir war Teilnehmerin in einem Sprachkurs in Aichach. Die Syrerin und Mutter von vier Schulkindern hat zwölf Jahre als Grundschullehrerin unterrichtet. Sie träumt davon, auch in Deutschland bald wieder mit Kindern arbeiten zu können. Im Beratungsgespräch empfiehlt ihr Eitel das Projekt Bildungstransfer pädagogischer Qualifikationen. Dieses Kooperationsprojekt zwischen „Tür an Tür Integrationsprojekte“ und dem Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Augsburg richtet sich gezielt an Akademiker, die ihren pädagogischen Abschluss im Ausland erworben haben. Eine Ausbildung zum Rettungssanitäter möchte Ahmad Jouni im Herbst beginnen. Für zwei Tage hat er bereits ein Praktikum beim Roten Kreuz in Pöttmes absolviert. Von dem jungen Syrer wird ein erstes Bild für den Lebenslauf gemacht. Es soll gleich weitergehen, Schwung reinkommen und die Motivation unterstützt werden, verrät Eitel.

Verbindungen zwischen den Akteuren des Bildungs- und Ausbildungsmarktes herzustellen ist ein Anliegen von Eva-Maria Teebken vom Bildungsbüro des Landkreises.Als Bildungskoordinatorin steht Teebken hinter diesen Zusammentreffen für Neuzugewanderte und freut sich über die Kooperationsbereitschaft der Akteure: „Genau diese Kooperationen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Integration.“ (AN)

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