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Freizeit

13.09.2018

Nächstes Jahr reitet Old Surehand in der Western City

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Spielleiter Peter Görlach verabschiedet sich für dieses Jahr von der Dasinger Freilichtbühne. Nach der erfolgreichen Saison plant er bereits die Fortsetzung im Juli 2019.
Bild: Fred Schöllhorn

Für dieses Jahr sind die Karl-May-Festspiele erst einmal vorbei. Der Veranstalter zieht eine Bilanz der Saison. So soll es mit dem Areal in Zukunft weitergehen.

„It’s not over“, es ist noch nicht vorbei, sang Winnetou-Darsteller Matthias Mühlbauer nach der letzten Vorstellung der Karl-May-Festspiele in Dasing. Ein Song mit hoher Symbolkraft, denn tatsächlich wird kommendes Jahr die Veranstaltungsreihe mit dem Stück „Old Surehand“ ab 26. Juli fortgesetzt.

Die wirtschaftliche Basis dafür bildet die soeben zu Ende gegangene Saison, mit der sich Organisator Volker Waschk recht zufrieden zeigt: „Konkrete Zahlen haben wir noch nicht, aber der Zuspruch vieler treuer Fans war sehr erfreulich und ein Ansporn zu neuen Taten.“

Das Team der Western-City hat 20 Vorstellungen in der Freilichtarena hinter sich, die für Darsteller wie Tiere gleichermaßen anstrengend waren. „Im August war es heiß wie im Brutkasten und eine echte Herausforderung“, stellt Autor und Spielleiter Peter Görlach fest. Er freut sich, dass seine Inszenierung vom „Tal des Todes“ beim Publikum so gut angekommen ist: „So hat sich das enorme Engagement unseres ganzen Teams gelohnt.“

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Mit zum Erfolg beigetragen habe sicher das schöne Sommerwetter, so Waschk. „Eine gute Lösung war unsere improvisierte Westernstadt mit geliehenen Holzhäusern.“ Damit auf dem Gelände der im Sommer 2017 abgebrannten Kulissen wieder etwas gebaut werden darf, muss der Dasinger Gemeinderat mit einem Bebauungsplan die rechtlichen Voraussetzungen schaffen; derzeit ist im Außenbereich ein „Sondergebiet Freizeit“ eingetragen.

So geht es nun weiter

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab es jedoch vorerst keinen Beschluss, eine Bauleitplanung auf den Weg zu bringen: der erste Schritt, um auf dem Areal einen Bebauungsplan aufzustellen und so die Neubauten zu ermöglichen. Zwei Anträge hatte die Western-City eingereicht, einen für die Bebauung des Bereichs, auf dem die alten Gebäude abgebrannt waren.

„Unser Bestreben ist es, das Lebenswerk von Fred Rai weiterzuführen“, hieß es in der Begründung. Der zweite Antrag bezog sich auf das Gelände südwestlich der Western-City. Laut dem Schreiben sollen dort eines Tages ein Hotel und ein Restaurant entstehen. Weil noch keine konkreten Pläne für die Bebauung vorliegen, machte Martin Asam (CSU) den Vorschlag, zunächst die Entwürfe für das Areal abzuwarten. Am Ende einigten sich die Räte einstimmig darauf, einen Bebauungsplan „in Aussicht zu stellen“.

Genaue Pläne hat Waschk allerdings noch nicht. Was wann entstehen soll, müsse zu einem späteren Zeitpunkt näher geklärt werden. Bei dem Antrag sei es vor allem darum gegangen, auf dem Gelände erst einmal Baurecht zu schaffen, um dann konkrete Entwürfe auszuarbeiten. Im Moment sind für Waschk die aktuellen Veranstaltungen aber erst einmal wichtiger: Am Donnerstag steht in der Western-City ein Countrymusik-Abend mit Lanny Lanner auf dem Programm. Außerdem gibt es in den kommenden Wochen in Dasing Reitlehrer-Kurse. Dazu ist die Western-City für Hochzeits- und Weihnachtsfeiern gebucht.

Es ist also noch nicht vorbei im Freizeitpark, mit dem sich der verstorbene Gründer Fred Rai einen Lebenstraum erfüllt hatte. Seine Dasinger Westernstadt war Mitte vergangenen Jahres ein Raub der Flammen geworden, während die Arena unversehrt blieb; dort gibt es seit 2005 Festspiele nach Motiven des Schriftstellers Karl May.

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