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Aichach-Friedberg

18.05.2017

Nagl bemängelt Kostenexplosion bei Realschulbau in Affing

Die Freien Wähler haben gewählt: (von links) der Fraktionschef im Kreistag, Helmut Lenz, Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Franziska Hochmair, Vorsitzender Erich Nagl, Andreas Wiesner und Bundestagskandidat Stephan Steiglauer.
Bild: Udo Koss

Der Vorsitzende des Kreisverbandes der Parteifreien spricht auch über Nahverkehr und Asylpolitik

Die Freien Wähler im Landkreis haben sich bei ihrer Jahreshauptversammlung in Aichach mit Themen wie Integration, öffentlichem Nahverkehr und den Kosten bei den Bauarbeiten an der Realschule in Affing-Bergen beschäftigt. Wie der Vorsitzende des Kreisverbandes, Erich Nagl, laut einer Mitteilung sagte, seien statt der einmal geplanten 3,8 Millionen Euro nun über 20 Millionen Euro für den Neubau und die Sporthalle ausgegeben worden. Erich Nagl fand es schade, dass die Forderungen der Freien Wähler im Kreistag in der Standortfrage damals kein Gehör gefunden haben.

Der Neubau des Krankenhauses in Aichach hätte nach Ansicht der FW zusammen mit der Parkplatzsituation beleuchtet werden müssen. Das „heftige Defizit“ der Kliniken, das Ende 2016 bekannt geworden sei, hebe eine weitere Senkung der Kreisumlage wieder auf. Als sehr positiv beschrieb Nagl die Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Augsburg-Land in Sachen Tarifreform des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). „Es kann nicht sein, dass man von Oberzell, das knapp einen Kilometer Luftlinie entfernt von Friedberg liegt, das Doppelte nach Augsburg bezahlt wie von Friedberg aus“, erklärte Nagl. Der ländliche Raum müsse gestärkt und der ÖPNV für alle Menschen zugänglich gemacht werden. Als Dasinger Bürgermeister stehe er mit seinen Kollegen diesbezüglich in regem Austausch mit den Augsburgern. Auch ein Schienenersatzverkehr oder ein Schnellbus, der den Landkreis Aichach-Friedberg mit der Metropolregion München verbinde, sei unbedingt notwendig.

Nagl erlebt als Bürgermeister die große Herausforderung Asyl: „Wenn nicht bald zufriedenstellende Lösungen gefunden werden, für die Bürger, für die Unternehmer, für die Asylsuchenden, dann wird es bei einer nächsten Flüchtlingswelle zappenduster aussehen“, so Nagl. Ehrenamtliche würden dann nur noch schwer zu motivieren sein. Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand bestätigt. Einstimmig konnten die Posten beibehalten werden (siehe Infoartikel). Stephan Stieglauer nutzte die Versammlung, um für Unterstützung bei seiner Kandidatur zum Deutschen Bundestag zu werben. Der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit rund 220 Beschäftigten tritt für den Wahlkreis Dillingen/Donau-Ries an, zu dem auch die Gemeinden Aindling, Baar, Inchenhofen, Kühbach, Petersdorf, Pöttmes, Schiltberg und Todtenweis gehören. Die Politik müsse auf Bundesebene wieder lernen, zuzuhören, was der Bürger zu sagen hat, erklärte er.

Johann Häusler, der seit 2014 für die Parteifreien im Wirtschafts- sowie Agrarausschuss des Landtags sitzt, berichtete von seiner Arbeit als handwerks- und mittelstandspolitischer Sprecher. Er lege Wert auf den Meistervorbehalt, der die Qualität deutscher und bayerischer Erzeugnisse sichere: „Mit der unsäglichen Mindestlohnbürokratie und einer unausgegorenen Asylpolitik trägt die Staats- sowie Bundesregierung Schuld an unserem massiven Fachkräftemangel im Land.“

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