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Aichach-Friedberg

26.05.2020

Naturschutz: Seltene Trollblumen blühen im Ecknachtal

Derzeit blüht die Trollblume. In verschiedenen Feuchtgebieten, wie hier im Ecknachtal, ist sie noch vereinzelt zu finden. Wegen ihrer Seltenheit stehen die Blumen unter Naturschutz.
Bild: Erich Echter

Plus Trollblumen sind inzwischen sehr selten. Mit einer Mitmach-Aktion hat der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg neue Informationen über die Blume gesammelt.

Derzeit blüht die Trollblume in Feuchtgebieten wie im Ecknachtal leuchtend gelb. Man findet die Blume mit der kugelrunden Blüte jedoch nur noch auf wenigen Wiesen im Landkreis. „Die Trollblume – Perle der Kulturlandschaft im Wittelsbacher Land“ heißt deshalb ein aktuelles Projekt des Landschaftspflegeverbandes Aichach-Friedberg (LPV), bei dem Landkreisbürger die auf der Roten Liste stehende Trollblume und ihren gefährdeten Lebensraum entdecken sollen. Dazu wurde die Wanderausstellung „Wild, bunt und voller Wunder – Pflanzen und Tiere in Bayerns Kulturlandschaft“ ins Stadtmuseum Aichach geholt.

Da das Museum wegen der Corona-Krise schließen musste und erst vor Kurzem wieder geöffnet hat, war die Ausstellung nur sehr kurz zu sehen. Allerdings könnte sie laut Museumsleiter Christoph Lang im kommenden Jahr nachgeholt werden. Gleichzeitig läuft ein Projekt des Landschaftspflegeverbandes: Wer noch Erinnerungen an ehemalige Trollblumenvorkommen hat, war gefragt, diese zu melden. Der LPV sammelt die damaligen Vorkommen und fügt diese mit den noch vorhanden Vorkommen in einer Karte zusammen.

Naturschutz: Trollblumen werden aktiv vermehrt

Da die Trollblumenbestände immer mehr abnehmen, wird die Art aktiv vermehrt. Dazu werden in den nächsten zwei Wochen, wenn die ersten Trollblumen abgeblüht sind, Samen gesammelt. Die vom Botanischen Garten Augsburg nachgezogenen Pflänzchen werden im Herbst vom Landschaftspflegeverband an geeigneten Standorten wieder angesiedelt und tragen so zum Erhalt der Art bei. Wichtig ist hierbei, dass die Flächen nass sind und nicht zu früh und zu häufig gemäht werden. Oft sind das Gebiete, in denen schon früher Trollblumen zu finden waren.

Es blüht so schön im Schlosspark in Unterwittelsbach.
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Bild: Erich Echter

LPV-Geschäftsführerin Angela Rieblinger ist begeistert von den Rückmeldungen auf das im Frühjahr gestartete Projekt: Weit über 20 Personen hätten sich gemeldet und ehemalige Vorkommen der Trollblume im Wittelsbacher Land gemeldet. Meist sogar mit kleinen Geschichten. „Viele können sich gut daran erinnern, dass die Pflanze so üppig wuchs, dass ausreichend für einen Blumenstrauß zum Muttertag vorhanden waren“, so Rieblinger. Heutzutage ist das bei der seltenen Blume zwar verboten. „In den 50ern sah das noch anders aus“, sagt Rieblinger.

Den Meldebogen für Trollblumenvorkommen und eine Mitmachaktion für Kinder sind auf der Seite des Landschaftspflegeverbandes Aichach-Friedberg zu finden: www.lpv-aichach-friedberg.de

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