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Pöttmes

30.09.2019

Neue Anlaufstelle für Pöttmeser Familien

Familienstützpunkte sollen ein niederschwelliges Angebot darstellen. Dieser hier in Buchloe bietet Eltern-Kind-Spielgruppen an.
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Familienstützpunkte sollen ein niederschwelliges Angebot darstellen. Dieser hier in Buchloe bietet Eltern-Kind-Spielgruppen an.
Foto: Kinderschutzbund/Symbolfoto

Plus Familienstützpunkt soll nächstes Jahr im Rathaus den Betrieb aufnehmen. Es ist einer von vier Standorten im Landkreis. Wer sich alles an ihn wenden kann

Familien in Pöttmes und Umgebung erhalten bald eine neue Anlaufstelle, die ihnen bei Fragen und Problemen, aber auch als Kontaktvermittlung weiterhilft: In Pöttmes soll ein sogenannter Familienstützpunkt eingerichtet werden. Er ist damit eine von insgesamt vier solchen Einrichtungen, die der Landkreis errichten will. Die erste von ihnen läuft bereits und ist in Kissing angesiedelt. Weitere Stützpunkte dieser Art sind in Aichach und Friedberg geplant.

Im Pöttmeser Marktgemeinderat stellten Stefanie Jahn vom Kreisjugendamt Aichach-Friedberg und Elke Seifert vom Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Augsburg, das Träger der Einrichtung in Pöttmes wird, die Pläne vor.

Alle Generationen sind willkommen

In den Familienstützpunkten sind alle Generationen vom Kind bis zum Rentner und alle Familien willkommen. Sie sollen hier Rat und Hilfe in allen Lebensfragen finden. Der Stützpunkt soll, so die Hoffnung, ein besonders niederschwelliges Familienbildungsangebot sein – ohne irgendwelche Hemmschwellen vor Behörden oder Ämtern oder Berührungsängste.

In den Stützpunkten können sich Familien oder Familienmitglieder mit Gleichgesinnten treffen. Sie sollen dort aber auch Unterstützung und Beratung erhalten oder an geeignete Ansprechpartner weitervermittelt werden. Auch in Fragen zu Erziehung, Pubertät und Mediennutzung sollen die Familienstützpunkte ihren Besuchern helfend zur Seite stehen. Sie sollten „Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und Kinder in ihrem gesunden Aufwachsen fördern“, so Jahn.

Zunächst ist der Stützpunkt im Pöttmeser Rathaus ein Büro

Zu Beginn wird der Familienstützpunkt in einem Büro im Pöttmeser Rathaus seinen Betrieb aufnehmen. Im ersten Halbjahr 2020 wollen die Mitarbeiter sich zunächst in den örtlichen Einrichtungen vorstellen und Kontakte knüpfen. Im zweiten Halbjahr ist dann der Programmstart für Familien geplant. Für den Pöttmeser Stützpunkt sind eine ganze und zwei Teilzeitstellen vorgesehen – allerdings nicht von Beginn an, da der Betrieb erst langsam anlaufen muss. Das Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum Augsburg finanziert als Träger den Familienstützpunkt. Für den Markt Pöttmes entstünden keine Kosten, betonte Elke Seifert.

Bürgermeister Franz Schindele begrüßte das Projekt und sagte: „Für unsere Gemeinde wird die soziale Infrastruktur gestärkt.“ Familien könnten mit allen Problemen dort hinkommen und sich beraten lassen. Schindele berichtete von einem Besuch in einer vergleichbaren Einrichtung in Meitingen (Landkreis Augsburg). Dort sei der Betrieb im ersten Jahr zunächst schleppend angelaufen. Inzwischen werde die Einrichtung aber „stark angenommen“.

Ein wachsendes Projekt

Auch der Familienstützpunkt in Pöttmes ist laut Stefanie Jahn vom Jugendamt als „wachsendes Projekt“ gedacht. Daher ist nicht gesagt, dass das Büro auf Dauer im Rathaus bleibt, wo die Räume ohnehin kaum ausreichen. In dem Büro waren bislang die Hausmeister untergebracht. Sie weichen laut Geschäftsstellenleiter Stefan Hummel auf den Bauhof und die Schule aus.

Lesen Sie dazu auch: Hilfe für Kinder und Familien: Landkreis stärkt Erziehungsberatung

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