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Sturm

26.05.2015

Neue Internetseite soll Opfern des Tornados helfen

Vor drei Wochen entfaltete der Tornado im Raum Affing in der Nacht auf Christi Himmelfahrt eine zerstörerische Wirkung. Seitdem laufen im Wittelsbacher Land immer mehr Hilfsaktionen an.
Bild: Mario Lindner, Luftsportverein Aichach, dpa

Fast 220.000 Euro Spenden sind nur der Anfang. Wie eine neue Internet-Plattform die Betroffenen dabei unterstützen soll, die Schäden zu beheben.

Affing ist mitten in der Phase, die Planer nüchtern als „Wiederherstellung“ bezeichnen. Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes, sagt: „Die Arbeiten an den beschädigten Häusern und Grundstücken sind voll im Gange.“ Hinter Affing liegt eine der größten Naturkatastrophen, die es in den vergangenen Jahren in der Region gab. Der Tornado in der Nacht auf Christi Himmelfahrt traf die Gemeinde besonders hart. Auch in Stettenhofen (Kreis Augsburg) richtete er erhebliche Schäden an.

Nun räumt Affing auf und kann dabei auf viel Solidarität bauen: Heute gab Müller bekannt, dass sich auf dem für die Opfer eingerichteten Spendenkonto bereits 219000 Euro befinden. Affings amtierender Bürgermeister Markus Winklhofer und Landrat Klaus Metzger entscheiden gemeinsam, wofür das Geld verwendet wird. Müller zufolge stellt die Gemeinde Affing auf Wunsch Spendenquittungen aus. Er bittet aber, mit diesen Anfragen bis Anfang Juni zu warten. Die Gemeinde wolle sich zuerst um die Schäden kümmern.

Idee für Plattform stammt aus den USA

Die Menschen in der Region halten zusammen, lassen den Betroffenen nicht nur Geld zukommen. Müller sagt: „Seit dem Tornado in unserem Landkreis haben unglaublich viele Menschen geholfen. Weitere haben ihre Hilfe angeboten, möchten die Betroffenen beispielsweise in Form von Sachspenden wie Wohnungseinrichtung, Bekleidung oder Kinderspielzeug unterstützen.“ Wer spenden will, kann unter dieser Bankverbindung helfen: Konto: 111, IBAN: DE73 7205 1210 0000 0001 11, BIC: BYLADEM1AIC, Stichwort: „Tornadohilfe Affing“.

Darüber hinaus gibt es nun auch eine Plattform im Internet: Thomas Wonnenberg hat die Internetseite www.tornadohilfe-affing.de ins Leben gerufen. Der Programmierer aus Affing sagt: „Nach Naturkatastrophen in den USA hatte ich schon mehrmals bemerkt, dass die Menschen dort vergleichbare Plattformen bauen. Da habe ich mir gedacht, dass das den Menschen auch hier helfen könnte.“

tornadohilfe-affing.de soll dafür sorgen, dass Menschen sich weiter austauschen

Die Internetseite besteht aus den Rubriken „Hilfesuchende“ und „Helfer“. Wonnenberg erklärt: „Direkt nach dem Tornado kommen die Helfer von alleine, aber so was gerät schnell in Vergessenheit.“ Die Seite solle dafür sorgen, dass die Menschen sich weiterhin austauschen können und die Not im Gedächtnis bleibe. Die Internetseite wurde in Absprache mit Bürgermeister Winklhofer ins Leben gerufen und soll als Projekt dienen, bei dem sich jeder einbringen kann.

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