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Stadtmuseum Aichach

06.10.2019

Neue Sonderausstellung zum Fühlen und Tasten

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„fühlmal“ heißt die neue Sonderausstellung im Aichacher Staddtmuseum: Das schiefe Zimmer hat es in sich. Der Gleichgewichtssinn wird ordentlich durcheinander gewirbelt.

Plus Die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum Aichach stellt den Gleichgewichtssinn auf die Probe. Höhepunkte sind ein schiefes Zimmer und ein Dunkelparcours.

Der Gleichgewichtssinn wird im schiefen Zimmer auf die Probe gestellt. Der Raum ist einer der Höhepunkte in der neuen Sonderausstellung „fühlmal“ im Aichacher Stadtmuseum. Sie will die Besucher in die Welt des Tastens und Fühlens entführen. „fühlmal“ ist die Nachfolgerin der „Augenspiele“, einer überaus erfolgreichen Ausstellung, die wegen der großen Nachfrage in Aichach sogar verlängert worden war.

Wie ihre Vorgängerin kommt auch die neue Mitmachausstellung von Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen und setzt sich mit der Wahrnehmung auseinander. Bis zum 1. März ist sie im Aichacher Stadtmuseum zu sehen.

Die Haut ist eines der wichtigsten Sinnesorgane

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und zugleich eines der wichtigsten Sinnesorgane. Sie verfügt über die meisten der rund 600 Millionen Tastsinneszellen, die bei einem erwachsenen Menschen über den ganzen Körper verteilt sind. „Besonders dicht liegen sie in der Haut der Fingerspitzen, der Fußsohlen, der Lippen und der Zunge“, sagte Markus Friesenegger vom Museum der Stadt Schwabmünchen am Freitagnachmittag bei der Eröffnung der Ausstellung. Das sei auch der Grund, warum kleine Kinder Gegenstände in den Mund nehmen. „Sie betasten sie mit Lippen und Zunge.“

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Eine Station lässt den Schall fühlen

Friesenegger weiter: „Um in eine wirkliche Beziehung zur Umwelt treten zu können, müssen wir sie mit unserem Tast- und Fühlsinn erfassen können.“ Dazu bietet die Ausstellung viele Möglichkeiten. An einer Station kann der Schall gefühlt werden. Es gibt Fühlsäckchen mit Fragen, deren Antworten nur mit roter Folie sichtbar werden, ein Fühlmemory oder ein Fühlpult zum Vergleichsfühlen.

Gleichgewichts- und Fühlsinn sowie die Augen geben dem Gehirn unablässig Signale, nach denen es die Position des Körpers zur Umwelt bestimmt. Ins Schwanken bringen kann Besucher zum Beispiel die gestreifte Gleichgewichtswand. Kann man seine Position noch halten, wenn die Wand verschoben wird?

Im schiefen Zimmer wird den meisten schwindlig

Eine echte Herausforderung für den Gleichgewichtssinn ist jedoch das schiefe Zimmer. Eigentlich ist es ein völlig normaler Raum mit geraden Wänden und rechten Winkeln. Doch das ganze Zimmer ist um 20 Grad gekippt. Das bewirkt, dass den meisten Menschen in diesem Raum schwindlig wird. Maike Maiwald, die einen Gang durch den Raum wagt, staunte danach: „Normalerweise wird mir nie schwindlig, aber hier schon.“

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist der Dunkelparcours. Ein völlig abgedunkelter Raum, bei dem man sich ausschließlich auf seinen Tastsinn verlassen muss, um Gegenstände zu erkennen und den Ausgang zu finden. Da drin habe man keine Orientierung, sagte Gottfried Hecht, der ein paar Schritte in „das schwärzeste Schwarz“ machte. Er bewegte sich rückwärts wieder aus dem Raum heraus.

Der Bauhof war bis zuletzt im Einsatz

Bürgermeister Klaus Habermann bedankte sich für den Einsatz von Kuratoren und Bauhofmitarbeitern. Erst kurz vor der Eröffnung war alles fertig aufgebaut. „Die Mitarbeiter des Bauhofs mussten ganz schön hinlangen, um das hinzukriegen“, sagte Habermann.

Das Konzept für die Ausstellung stammt von Sabine Sünwoldt und Markus Friesenegger (Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen). Das Büro Werner Plöckl gestaltete die Ausstellung passend für die Räume im Stadtmuseum. Christoph Lang, Leiter des Stadtmuseums, und Justina Bayer, wissenschaftliche Mitarbeitern, halfen beim Aufbau mit.

Eine Verlängerung ist diesmal nicht möglich

Habermann kann sich gut vorstellen, dass die Ausstellung viele Besucher haben wird. Eine Verlängerung ist diesmal nicht möglich. Das Stadtmuseum braucht die Räume für die Landesausstellung.

„fühlmal“ ist bis 1. März zu sehen. Geöffnet ist das Stadtmuseum Dienstag bis Sonntag, Feiertag von 14 bis 17 Uhr, und während der Museumsnacht von 19 bis 24 Uhr.

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