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Kreistag

08.11.2019

Neue Sporthalle statt Sanierung

Grundsatzbeschluss im Kreistag: Die Sporthalle des Friedberger Gymnasiums soll nicht saniert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden.

Neubau für Friedberger Gymnasium ist wirtschaftlichere Lösung. Start ist ungewiss

Die Doppelsporthalle des Friedberger Gymnasiums wird nicht generalsaniert, sondern durch einen Neubau ersetzt. Das hat der Kreistag jetzt in einem Grundsatzbeschluss mit drei Gegenstimmen (Klaus Habermann und Silvia Rinderhagen, beide SPD, sowie Xaver Hörmann, Unabhängige) entschieden. Das ist die wirtschaftlichere Variante, denn die Kostenschätzungen für Sanierung (8,35 Millionen Euro) und Neubau (8,36 Millionen Euro) liegen auf demselben Niveau.

Die neue Halle soll nordwestlich der Mensa gebaut werden. Nach der Fertigstellung wird die alte Halle an der Rothenbergstraße (Baujahr 1971) abgerissen. Dort sollen dann Außensportanlagen und Stellplätze Platz finden. Der Baubeginn sei derzeit offen und hänge von der Entwicklung der Finanzlage ab, betonte Landrat Klaus Metzger. Im Bauausschuss war noch die Rede von einem Start 2023 und einer Fertigstellung im Jahr darauf. Kreisräte wie Helmut Lenz (FW) verwiesen darauf, dass es keinen akuten Handlungsbedarf gebe und der Kreis vor schwierigen Jahren stehe (wir berichteten).

Die Vorteile eines Neubaus gegenüber einer Sanierung: Die Baukosten lassen sich sicherer kalkulieren, der Energiestandard ist höher, die Zuordnung der Nebenräume wird optimiert, die Platzausnutzung auf dem Gelände des Gymnasiums ist besser, das neue Hallendach wird begrünt und hält Regenwasser zurück und der Sportunterricht ist während der Bauphase nicht eingeschränkt. Eine Bühne wie in der bestehenden Halle würde nach der aktuellen Kostenschätzung zusätzlich 300000 Euro kosten. Der Bauausschuss hatte im vergangenen Jahr eine vergleichende Kostenrechnung beschlossen. Auslöser war die letzte Hiobsbotschaft in einer Reihe von schlechten Nachrichten im Zuge der seit einigen Jahren laufenden Sanierungsplanung für die Halle: Die Halleneindeckung mit einem Trapezblech ist zu dünn. Statt 1,5 Millimeter, wie es in den Unterlagen zu einer Sanierung im Jahr 1985 steht, ist das Dachblech nur einen Millimeter stark. Aus statischen Gründen müsste eine komplett neue Dachkonstruktion errichtet werden. Eine Gefahr bestehe aber nicht, so Architekt Wolfgang Rockelmann nochmals in der Sitzung. Aber so kann die Konstruktion bei einer Sanierung nicht bleiben, ein Austausch des Blechs reicht nicht aus und ein komplett neues Dach treibt die Kosten immens in die Höhe. Als diese Probleme noch gar nicht bekannt waren, ist die Hallensanierung schon auf rund fünf Millionen Euro hochgerechnet worden. (cli)

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