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Aichach-Friedberg

01.02.2020

Neuer Klinik-Chef: Kreistag trifft bald eine Entscheidung

Die Kliniken an der Paar bekommen einen neuen Chef. Die Entscheidung fällt im Kreistag am 12. Februar.
Bild: Erich Echter

Plus Der neue Krankenhaus-Manager der Kliniken an der Paar stellt sich am 12. Februar vor. Diese Erwartungen werden an ihn gestellt.

Die Entscheidung über den künftigen Geschäftsführer der Kliniken an der Paar soll in Kürze fallen. Am Mittwoch, 12. Februar, stellt sich ein Krankenhausmanager in nichtöffentlicher Sitzung dem Kreistag vor. Der Kandidat ist nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren vom Werkausschuss empfohlen worden. Das bestätigte Georg Großhauser, Abteilungsleiter im Landratsamt und derzeit gemeinsam mit Peter Schiele kommissarischer Geschäftsführer, auf Anfrage unserer Redaktion. In den neuen Klinikchef werden große Erwartungen gesetzt.

Erwartungen an Klinikchef: Beide Standorte sichern und Defizit verringern

Wann der neue Geschäftsführer, vorausgesetzt der Kreistag stimmt der Toppersonalie zu, starten kann, ist noch nicht sicher. Es hängt mit davon ab, wann ihn der aktuelle Arbeitgeber aus seinem Vertrag freigibt. Bislang war es das Ziel der Kreispolitiker, die wichtige Schaltstelle spätestens zur Jahresmitte neu zu besetzen – je früher, desto besser. Wie mehrmals berichtet, sind die beiden Krankenhäuser 2019 massiv in die roten Zahlen gerutscht. Allein für dieses Jahr muss der Kreis 8,5 Millionen Euro ausgleichen. In der Finanzplanung bis 2023 geht die Interims-Geschäftsführung von insgesamt 24,5 Millionen Defizit aus. Dazu kommen noch jährlich über eine Million Euro Tilgung für den Neubau des Aichacher Krankenhauses. Macht zusammen unter dem Strich an die 40 Millionen Euro, die das Wittelsbacher Land in nur fünf Jahren für seine Krankenhäuser schultern muss.Die Kreispolitiker haben über alle Fraktionen hinweg mehrmals betont, dass sie bereit sind, mittelfristig diese Finanzkröte zu schlucken, damit beide Standorte erhalten bleiben. Langfristig muss das Minus aber deutlich sinken, so der klare Auftrag für den neuen Klinikleiter.

Viele hochkarätige Bewerbungen für die Aufgabe

Der könnte mit Rückenwind starten. Ein sehr guter Kandidat, so lautet die Einschätzung hinter den politischen Kulissen. Nach Informationen unserer Redaktion gab es insgesamt rund 30 Bewerbungen. Darunter sehr viele „hochkarätige“, so Großhauser, der sich als ehemaliger Personalchef des Landratsamtes um seinen eigenen Nachfolger kümmert. Ende August hatte der Kreistag Geschäftsführer Krzysztof Kazmierczak abberufen. Der leitete die Kliniken mit rund 700 Mitarbeitern fast zwölf Jahre. Vor allem zu Beginn hatte der Betriebswirtschaftler und Mediziner Erfolg. Er baute das damals schon hohe Defizit von bis zu sechs Millionen Euro nahezu bis auf Null ab. Sein Vertrag wurde vor drei Jahren um fünf Jahre verlängert. Schon damals stand er aber in der Kritik – vor allem aus den eigenen Reihen des Führungspersonals. Der Druck auf ihn wurde durch die hohen Verluste 2019 dann immer stärker.


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