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Gemeinderat

16.11.2019

Neuer Stromversorger für Sielenbach?

Vertrag mit Bayernwerk soll nicht verlängert werden. Es gibt Interessenten für Stromkonzession

Wenn in knapp drei Jahren der Vertrag mit Bayernwerk Netz abläuft, möchten die Sielenbacher ihn nicht mehr verlängern. Die Gemeinde will einen Stromversorger, der berücksichtigt, dass in dem Sonnendorf fast das 14-Fache des verbrauchten Stromes erzeugt wird (wir berichteten).

Darauf einigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag. Mit der Ausschreibung der Stromkonzession soll eine unabhängige Kanzlei beauftragt werden. Die Weichen für die neue Stromzukunft stellte die Gemeinde frühzeitig. Im April 2022 läuft nach 20 Jahren Laufzeit der Vertrag mit Bayernwerk Netz aus. Spätestens zwei Jahre vorher muss das im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Das hat die Gemeinde bereits getan und mehrere Bewerber bekundeten auch schon ihr Interesse an einem Konzessionsvertrag.

Ein Auswahlverfahren muss deshalb durchgeführt werden. Das Muster eines entsprechenden Kriterienkatalogs erstellte der Bayerische Kommunale Prüfungsverband (BKPV), in dem in zwei Bereichen bis zu 600 Punkte vergeben werden können. Der wichtigste Bereich sind die netzbezogenen Kriterien, für die bis zu 450 Punkte vorgesehen sind.

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Der Katalog des BKPV war dem Gemeinderat jedoch zu allgemein. Die Ausschreibung müsse an die Gemeinde angepasst werden, meinten mehrere Gemeinderäte. „Wir produzieren so viel Strom“, da müsse man den Kriterienkatalog „tunen“, formulierte es Jürgen Oswald. Was sich die Gemeinde von der Ausschreibung verspricht, brachte Bürgermeister Martin Echter auf den Punkt: „Bei einem Wettbewerb bekommt man in der Regel günstigere Preise.“ Einig war sich der Gemeinderat, den Vertrag mit Bayernwerk nicht automatisch zu verlängern.

Das könne man gegenüber den Bürgern nicht vertreten, fand Horst Pappenberger und ergänzte: „Jeder fragt dann, warum wir die Option nicht gezogen haben.“ Eine Verlängerung wäre ein Freifahrschein für Bayernwerk, stimmte ihm Oswald zu.

Statt den BKPV die Ausschreibung auswerten zu lassen, favorisierte der Gemeinderat, diese Aufgabe an eine unabhängige Kanzlei zu übertragen. Bürgermeister Echter schätzte, dass das Kosten in Höhe von 5000 bis 10000 Euro bedeuten würde. Das sei es jedoch wert, war er überzeugt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, für die Ausschreibung der Konzession von Kanzleien gemäß der Auflistung Angebote einzuholen.

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