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Zahling

18.07.2018

Neuer Wohnraum in Zahling und am Bahnhof Obergriesbach

In Obergriesbach sollen auf einem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände zwischen dem Bahnhof und dem Aichacher Stadtteil Sulzbach Sozialwohnungen gebaut werden. Sie werden im neuen Baugebiet entstehen. Archivbild
Bild: Stefanie Brand

Im Ortsteil können 21 Wohneinheiten entstehen. Eine Idee des Kreisbaumeister fürs neue Baugebiet in Obergriesbach kommt nicht an

Obergriesbach Mit einer Mehrheit von acht zu fünf Stimmen entschieden sich die Obergriesbacher Gemeinderäte am Dienstagabend für eine lockere Bebauung im neuen Baugebiet im Ortsteil Zahling. Im Juni hatten die Räte drei Planungsbüros zu Gast, die ihre Ideen für das Grundstück nördlich der Aichacher Straße erläutern durften. Nun fiel die Entscheidung für die Planungen des Büros Stadt-Land-Fritz, die in etwa so aussahen: Bebauen wollte der Planer, Stephan Fritz, etwa 75 Prozent der vorhandenen Fläche, circa 12200 Quadratmeter. Die Flächen der 21 Grundstücke liegen zwischen 500 und 600 Quadratmetern. Aktuell plant Fritz auf zwei Grundstücken mit Doppelhäusern, der Rest sind Einfamilienhäuser. Insgesamt 21 Wohneinheiten könnten seinem Entwurf zufolge in Zahling entstehen.

Dass dieser Vorschlag zu den Favoriten der Räte zählte, wurde in der Diskussion vor dem Beschluss deutlich. Manfred Kern gefiel die Straßenführung im neuen Baugebiet. Auch der direkte Zugang zum dahinterliegenden Wald kam bei ihm gut an. Stefan Asam und Hans Greppmeier lobten die lockere Anordnung der Häuser. Doch auch die zweite Entwurfsplanung, die nur unwesentlich vom ersten Plan abwich, wohl aber den Bauherren mehr Freiraum offerierte, was insbesondere Daniel Schulz für gut befand, fand Fans im Gremium. Das Büro Stadt-Land-Fritz wird nun mit dem Bebauungsplanentwurf beauftragt.

An ihrer Entscheidung zum Baugebiet „Am Bahnhof“ in Obergriesbach festgehalten haben die Räte mit neun zu vier Stimmen. Im Dezember 2017 hatten sich die Räte ausgiebig mit den Planungen von Architekt Paul Kienberger befasst und die richtige Position des Wohnblocks diskutiert, der im Zuge des sozialen Wohnungsbaus einen Teil der bebaubaren Fläche einnehmen wird. Der Wohnblock wanderte in den Plänen, die damals zur Diskussion vorlagen, an jede denkbare Stelle entlang der Straße, die Obergriesbach mit dem Aichacher Stadtteil Sulzbach verbindet. Nun fiel die Entscheidung, ihn längs der Straße in der rechten Ecke des Gebiets zu platzieren.

Erneut befassten sich die Räte mit dem Baugebiet und der Position des Wohnblocks, weil seitens des Kreisbaumeisters im Landratsamt eine Alternativplanung vorgelegt wurde, bei der nicht nur der Wohnblock senkrecht zur Verbindungsstraße von Obergriesbach nach Sulzbach stehen sollte, sondern auch der übrige bebaubare Bereich weitere neue Details aufwies: Kleinere Grundstücke und sogar eine Reihenhausbebauung waren dort eingezeichnet. Gemeinderat Kern gefiel die Alternativplanung. Sie ermögliche es denjenigen, die dort bauen möchten, kleine und damit auch erschwinglichere Grundstücke zu erwerben. Zudem bringe die Anordnung des Wohnblocks mehr „Wohnqualität“ für die künftigen Bewohner mit sich, argumentierte er. Anja Klein konterte, dass die Bewohner des Wohnblocks in der ersten Planungsvariante keinesfalls eine schlechte Wohnqualität hätten. Das zu unterstellen, sei eine „absolute Sauerei“, erklärte sie aufgebracht. Schließlich blieb alles beim Alten. Die Alternativplanung des Kreisbaumeisters wurde verworfen.

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