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Gemeinderat

10.12.2015

Neues Baugebiet macht Fortschritte

Hier soll das Baugebiet Schildbreite II in Kühbach entstehen.
Bild: Helene Monzer

Bereits in der Februar-Sitzung will das Kühbacher Gremium die Aufträge für Kanal- und Straßenbauarbeiten vergeben. Bis Ende Oktober soll das Baugebiet „An der Schildbreite“ mit rund 30 Grundstücken erschlossen sein. Wann die ersten Grundstücke verkauft werden

Länger als gedacht dauerte am Dienstag die Weihnachtssitzung des Kühbacher Gemeinderates. Zwei Bauanträge sorgten für Diskussionen. Außerdem beschlossen die Gemeinderäte, Angebote zur Erschließung des neuen Baugebietes „An der Schildbreite II“ einzuholen. In seinen Schlussworten ging Bürgermeister Johann Lotterschmid außerdem auf die Probleme ein, die der Flüchtlingsstrom aus seiner Sicht mit sich bringt.

Mit Riesenschritten geht es bei dem neuen Baugebiet voran. In der Sitzung im Februar will der Gemeinderat die Aufträge für die Kanal- und Straßenbauarbeiten vergeben, im März sollen bereits die Arbeiten am Kanalsystem beginnen und bis Juni abgeschlossen sein. Der Gemeinderat hat sich für ein reduziertes Mischsystem entschlossen. Vor allem, weil der Kanal an das Kanalsystem des angrenzenden Baugebietes angeschlossen werden kann.

Auf rund 380000 Euro schätzt Michael Mayr vom Ingenieurbüro Mayr die Baukosten. Ein Trennsystem wäre viel aufwendiger gewesen, weil der Kanal bis zum Zulauf der Kläranlage weitergeführt hätte werden müssen, erklärte der Bürgermeister. Für die Umverlegung der Hauptwasserleitung, die im Juli 2016 stattfinden soll, fallen weitere 160000 Euro an.

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Rund 490000 Euro wird die Gemeinde der Straßenbau kosten. Die Zufahrt in die Ringstraße erfolgt von der Windener Straße aus. Bei der Planung des Straßenverlaufs musste Mayr die Hanglange des Geländes berücksichtigen. Um das Gefälle möglichst auszugleichen, wird die Straße im südlichen Bereich teilweise 1,20 Meter über dem Gelände liegen. Teilweise müssen Grundstücke deshalb aufgefüllt werden. „Es entstehen Böschungen und Einschnitte, die in die Grundstücke fallen“, erklärte Mayr.

Mitte August ist geplant, mit den Straßenbauarbeiten zu beginnen. Bis Ende Oktober 2016 soll die Erschließung des Baugebietes beendet sein. Mitte des Jahres hat die Gemeinde vor, mit dem Verkauf der etwa 30 Grundstücke zu beginnen. Nach welchem Modus, muss der Gemeinderat noch entscheiden. Lotterschmid: „Es liegen zahlreiche Anfragen von Kühbachern und von Auswärtigen vor.“

Nur drei Gemeinderäte stimmten dem Bauantrag zum Neubau eines Wohnhauses mit fünf Wohneinheiten und acht Stellplätzen an der Schmiedgasse in Unterbernbach zu. Der Grund für die ablehnende Haltung des Gemeinderates: Durch den Ausbau des Dachgeschosses würde das Haus drei Vollgeschosse haben – als einziges in der Umgebung. „Ein Riesenklotz“, der nicht in die ländliche Umgebung passe, sagte Peter Mayr. Franz Lechner wies darauf hin, dass der Gemeinderat es auch bei anderen Bauanträgen sehr genau genommen habe. „Schon der Gerechtigkeit wegen“ müsse man diesen Antrag ablehnen. Mit Karl-Heinz Kerscher und Andreas Arzberger stimmte er aber doch zu.

Aus wirtschaftlicher Sicht sei 2015 ein gutes Jahr gewesen, sagte der Bürgermeister in seinem Jahresrückblick. Die Gemeinde habe alle geplanten Maßnahmen ausführen und finanzieren können. Der Bau der Straße nach Rettenbach war sogar günstiger gekommen als gedacht, weil die Gemeinde Förderung für 55 Prozent der Gesamtkosten erhalten hatte. Den geplanten Pendlerparkplatz am Radersdorfer Bahnhof hatte die Gemeinde zwar aufgeben müssen. Sie will sich dafür aber 2016 um die Straßenbeleuchtung am jetzigen Parkplatz kümmern.

Große Probleme sieht der Bürgermeister durch den Zustrom der vielen Asylbewerber nicht nur auf die Gemeinde zukommen. Momentan leben 60 Flüchtlinge in vier Unterkünften. Das könnte sich in kurzer Zeit verdoppeln, wenn auch im neuen Jahr so viele Asylbewerber ins Land strömen würden, befürchtet Lotterschmid. Riesenprobleme sieht er auf die Gemeinde zukommen, „wenn die Menschen erkennen, dass sie bei uns wenig Chancen auf eine eigene Wohnung und einen Arbeitsplatz haben“. An eine Integration sei unter diesen Umständen nicht zu denken. Ausdrücklich bedankte er sich für das Engagement der ehrenamtlichen Helfer im Asylkreis. Sollte der Zustrom anhalten, seien aber auch deren Möglichkeiten begrenzt, glaubt der Bürgermeister.

Die Straßenlampe, die bisher in Haslangkreit mitten im geplanten Fußweg vom Ortsende zum Feuerwehrhaus steht, wird vom Bayernwerk abgebaut. Die Kosten für den Abbau und das Aufstellen von zwei LED-Straßenlampen betragen rund 2060 Euro.

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