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Anschaffung

28.05.2020

Neues Feuerwehrfahrzeug für Inchenhofen

Mannschaftstransportwagen ist ausgeschrieben. Mittagsbetreuung wird teurer

Die Freiwillige Feuerwehr Inchenhofen bekommt einen neuen Mannschaftstransportwagen. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstag, das Fahrzeug auszuschreiben. Die Kosten in Höhe von rund 53000 Euro werden im Haushalt des kommenden Jahres berücksichtigt. Diskussionen gab es um die Anpassung der Gebühren für die Mittagsbetreuung an der Grundschule.

27 Jahre ist der jetzige Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr alt. Es sei sinnvoll, das Fahrzeug zu ersetzen, betonte Kommandant Gottfried Egger. Es sei bei jedem Einsatz dabei und die Mannschaft übernehme Aufgaben wie zum Beispiel die Verkehrsregelung. Außerdem könnten mit einem neuen Wagen Ausrüstungsteile, die nicht in das neue Löschgruppenfahrzeug passen, transportiert werden. Der alte Bus sei in die Jahre gekommen, sagte Zweiter Bürgermeister Hans Schweizer, der sich für eine Ersatzbeschaffung aussprach. Eine erste Kostenschätzung für den Transportwagen lag bei rund 45000 Euro. 35000 Euro davon würde das Fahrzeug kosten, so Bürgermeister Toni Schoder, 10000 Euro die Zusatzausstattung.

Die Gemeinde setzte sich mit der Feuerwehr zusammen. Schoder sagte: „Es gab ein konstruktives Gespräch und ich denke, wir sind zu einem guten Ergebnis gekommen.“ Ein Informationsangebot, das die Gemeinde daraufhin einholte, lag bei rund 53000 Euro. Abzüglich eines Zuschusses des Freistaates müsste die Gemeinde rund 40000 Euro selbst tragen.

Neues Feuerwehrfahrzeug für Inchenhofen

Wie der höhere Preis zustande komme, wollten Lorenz Nefzger und Claus Trott wissen. Neben einer Preissteigerung von 3000 Euro sei Ausstattung bestellt worden, bei der man sich nur auf das Notwendige beschränkt habe, so der Bürgermeister. Als Beispiele nannte Verwaltungsleiter Marc Beinen ein höheres Dach, eine Verlängerung des Radstandes, Regalsysteme, die Umfeldbeleuchtung oder eine Außensprechanlage.

Der Gemeinderat stimmte zu, das Fahrzeug auszuschreiben. Die Lieferzeit beträgt rund ein Jahr, weshalb es erst im kommenden Jahr im Haushalt eingeplant wird. Rund 3000 Euro würde der Verkauf des jetzigen Kombis bringen, schätzte die Feuerwehr. Im Frühjahr 2021 wird voraussichtlich das neue Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) ausgeliefert. Der Gemeinderat vergab im März den Auftrag für rund 350000 Euro.

Seit sechs Jahren kostet die Mittagsbetreuung an der Grundschule 40 Euro im Monat. In den vergangenen drei Jahren lag das jährliche Defizit, das die Gemeinde übernahm, laut Bürgermeister Schoder zwischen 11000 und 13000 Euro. Seinem Vorschlag, die monatliche Gebühr auf 60 Euro anzuheben, stimmte der Zweite Bürgermeister zu. Auch mit der höheren Gebühr werde die Gemeinde noch ein Defizit tragen müssen, war sich Schweizer sicher. Klaus Strobl sprach sich dafür aus, mit der Erhöhung noch zu warten. Er wies auf die Belastung der Familien durch Kanal- und Wassergebühren wegen der neuen Kläranlage sowie durch die Corona-Krise hin. Den richtigen Zeitpunkt für eine Gebührenerhöhung werde es nie geben, sagte Nefzger: „Wenn wir noch länger warten, wird der Sprung immer größer.“ Die angebotene Stundung der Kanalgebühren sei nur von einem ganz kleinen Teil der Bürger in Anspruch genommen worden, sagte Wolfgang Mokosch. Er sprach sich dafür aus, die Gebühren jetzt anzupassen. Maria Posch schlug vor, Familien eine Härtefallregelung einzuräumen. Die wenigsten Familien würden den vollen Betrag zahlen, weil die Kinder die Mittagsbetreuung nicht täglich von Montag bis Freitag nutzen würden, sagte Andrea Schmidberger. Bis auf Strobl stimmten alle einer Anhebung der Gebühr auf 60 Euro zu.

Zurückgestellt ist fürs Erste, wie hoch die Gebühr bei einer verlängerten Mittagsbetreuung ausfallen würde. Die Gemeinde plant, im kommenden Schuljahr die Betreuung zwei Stunden länger anzubieten, von 11.30 bis 16 Uhr. Bei einer Umfrage im vergangenen Jahr hatten 16 Familien Interesse daran bekundet. Laut Satzung liegt die Gebühr für die verlängerte Betreuung momentan bei 80 Euro. Sie wird voraussichtlich auf rund 100 Euro erhöht werden.

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