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Aindling

18.03.2014

Neun Sitze verteidigt

Nach der Verkündung des Ergebnisses gratulierte Gemeinderat Peter Reich dem alten und neuen Bürgermeister Tomas Zinnecker mit einer Umarmung.
Bild: Schröders

Die CSU/Freie Wählergemeinschaft bleibt die größte Gruppierung im Marktgemeinderat. Bürgerwille stellt weiterhin vier Räte

Auf den ersten Blick hat sich im Aindlinger Marktgemeinderat nicht viel verändert: Im Grunde müssen die Parteilosen nur einen Sitz abgeben, während die neu gegründete Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive zum ersten Mal mit einem Kandidaten vertreten ist (siehe Grafik). Als größte Gruppierung hat die CSU/Freie Wählergemeinschaft ihre neun Sitze verteidigt. Der alte und neue Bürgermeister Tomas Zinnecker sagt: „Es war mein Ziel, das zu halten.“ Mit Michael Balleis jun. und Michael Pollety sind zwei neue im Vergleich noch sehr junge Kandidaten in den Rat gerückt. Zinnecker hofft, dass sie frischen Wind in das Gremium bringen. „Uns tut eine Verjüngung ganz gut.“ Zudem sitzen Peter Reich und Johann Schenk nun für die CSU/FW im Gemeinderat, bisher waren sie beim Bürgerwillen 1976.

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Dem hatten sich im Gegenzug vor der Wahl Karl Gamperl und Roland Stegmann angeschlossen. Letzterer verpasste allerdings knapp den Einzug, denn der Bürgerwille gewann keine neuen Sitze, obwohl seine Mitglieder engagiert um Stimmen geworben hatten. Helmut Lindermeir sagt dazu: „Der Bürger hat entschieden.“ Die CSU habe erfahrungsgemäß eine Stammwählerschaft, auf die sie zugreifen könne. Seine Gruppierung wolle nun ihre Ziele in den kommenden sechs Jahren verwirklichen und weiter im Gemeinderat konstruktiv mitwirken. Mit Bernd Aichele stellte die Gruppierung einen Bürgermeisterkandidaten, der allerdings nicht genug Stimmen sammelte, um Zinnecker gefährlich zu werden. Als Gemeinderat könnte er jedoch in das Gremium einziehen. Nach Angaben von Aichele werden sich die Mitglieder der Gruppierung nun zu einer Beratung treffen. Lindermeir sagt: „Ich gehe davon aus, dass meine Kollegen ihre Mandate wahrnehmen werden.“

Neben den beiden großen Gruppierungen sind drei Einzelkämpfer im Rat vertreten. Helga Holland ist weiterhin die einzige Sozialdemokratin in dem Gremium. Der Parteilose Josef Settele muss in Zukunft ohne seine Mitstreiterin Maria Mörtl auskommen, die nicht mehr angetreten war. „Die Stimmen haben uns einfach gefehlt“, sagt er. Allerdings habe er persönlich mehr Wähler gewonnen, was er als Bestätigung seiner Arbeit ansehe. Im Gemeinderat wolle er sich weiterhin dafür einsetzen, dass keine Steuergelder verschwendet werden. Unmittelbar nach der Wahl hatte der Bürgermeister Settele vorgeworfen, während des Wahlkampfes Lügen verbreitet zu haben. Zinnecker will das Thema in einer der kommenden Sitzungen ansprechen.

Die Perspektive schickt Benjamin Schröter in den Marktgemeinderat. Der 33-Jährige möchte mit den anderen „konstruktiv etwas zusammen auf die Beine stellen“. Er freue sich, dass neben seiner Bewegung auch andere neue Radwege in ihr Programm aufgenommen hätten.

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