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Gemeinderat

16.02.2018

Neun neue Wohnungen in Todtenweis geplant

Das Defizit, das das Seniorenmobil „Theo“ einfährt, hält sich für die Gemeinde in verträglichen Grenzen.
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Das Defizit, das das Seniorenmobil „Theo“ einfährt, hält sich für die Gemeinde in verträglichen Grenzen.
Bild: Gideon Ötinger

Ein Hof in der Kirchstraße soll umgebaut werden. Vier Wohnungen sind in der Scheune angedacht. Garagen könnten im früheren Rinderstall entstehen.

Eine Hofstatt in der Todtenweiser Kirchstraße (Hofname: Gloserschneider) soll zu insgesamt neun Wohnungen umgebaut werden. Bürgermeister Konrad Carl begrüßte das Vorhaben: „Wir wollen schon, dass solche Gebäude dementsprechend genutzt werden, wenn das baurechtlich möglich ist.“ Über zwei Anträge hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Ganz im Süden des Hofes liegt die Scheune, sie soll vier Wohnungen aufnehmen. Nördlich, jenseits des Kabisbachs, soll der ehemalige Rinderstall im Erdgeschoss zu Garagen umgebaut und im Ober- und Dachgeschoss mit fünf Wohnungen belegt werden.

Für das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Aindling liegt das Vorhaben im „unbeplanten Innenbereich“, es gelte also Paragraf 34 der Baugesetzgebung: Das Gebäude muss sich nach der Eigenart der näheren Umgebung richten. Hier verweist das Bauamt darauf, dass Landwirtschaft (zum Beispiel Schweinemast), Wohnbebauung und Kleingewerbe das Umfeld prägen. Beide Gebäude, Scheune und Rinderstall, sind über eine Brücke über den Kabisbach verkehrstechnisch verbunden.

Doris Helfer-Seitz fragte nach: „Die Brücke ist geduldet?“ Konrad Carl: „Ja. Doch hat der Besitzer den Bach auf der ganzen Länge mit Betonteilen abgedeckt.“ Carl stellte auch klar, das Gebäude sei ausschließlich über den Bach, also über öffentlichen Grund zu erreichen. Das Bauamt fordert einen Vertrag, damit Baulast und Unterhalt der Brücke in der Hand des Grundstückseigentümers bleiben. Außerdem, so der Bürgermeister, seien Grunddienstbarkeiten einzutragen, damit jederzeit notwendige Arbeiten an Trinkwasser- und Kanalleitungen möglich sind. Ausdrücklich verwies der Gemeinderat in seinem einstimmig-positiven Beschluss die Baubehörde im Landratsamt auf das Geh- und Fahrtrecht auf der Ostseite der Scheune. Auch für das Vorhaben zum Umbau des Rinderstalles hoben sich alle Hände.

Die weiteren Themen in Todtenweis

Schaukästen abgelehnt Konrad Carl will der wilden Plakatierung in Todtenweis ein Ende setzen. Er verwies in der Sitzung darauf, dass im Abstand von 20 Metern zu Staatsstraßen Werbung verboten sei. Bei Kreisstraßen betrage dieser Abstand immerhin 15 Meter. Carls Vorschlag: In Todtenweis soll künftig Plakatieren ganz untersagt werden. Außerdem sei über eine kostenpflichtige Entfernung der Werbetafeln nachzudenken. Um einheimischen Vereinen und Aktionen nach wie vor Flächen zu bieten, seien Schaukästen aufzustellen, die diese Plakate aufnehmen könnten. Michael Hofberger verwies auf die ungenutzten Schautafeln in Thierhaupten: „Wir stellen das auf, und es wird es von den Vereinen nicht genutzt. Ich bin da skeptisch.“ Offensichtlich waren das die Ratskollegen auch, denn keine Hand hob sich für den Vorschlag des Bürgermeisters.

Magerwiese kommt Todtenweis hat von der Marktgemeinde Thierhaupten die Auffahrt zum Hochwasserdamm geschenkt bekommen. Als dies in der vorigen Sitzung bekannt wurde, kam der Vorschlag, die Flanken der Auffahrt als Ausgleichsfläche zu melden. Dafür gab es nun eine klare Absage aus dem Landratsamt. „Eine Magerwiese können wir trotzdem machen“, hieß es. Dieser Vorschlag aus dem Rat fand allgemeine Zustimmung.

Schöffen gefunden In Todtenweis liegt die Vorschlagsliste für Schöffen aus. Eine Person mindestens solle sich als Laienrichter aus Todtenweis zur Verfügung stellen, sagte Konrad Carl. Spontan erklärte sich Thomas Eberle dazu bereit und erntete den Beifall seiner Kollegen.

Bilanz für Seniorenmobil „Theo“ liegt gut im Soll. Das Todtenweiser Seniorenmobil mit seinen Aufträgen wie Arzt-, Apotheken-, Einkaufs- und Behördenfahrten ist gar kein so defizitäres Geschäft, wie anfangs vermutet. Konrad Carl verwies darauf, dass dessen Betrieb im letzten Jahr mit Unterhalt, Versicherung und Sprit 2522 Euro gekostet habe. Erwirtschaftet habe „Theo“ immerhin 1270 Euro. Der Bürgermeister fasste zusammen: „Für unsere Gemeinde eine absolut verträgliche Situation.“

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