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Zurück in die Zukunft

05.09.2015

Nicht in zurück die Zukunft, sondern im Delorean um die Welt

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5 Bilder
Wolfgang Hank mit seinem umgebauten Delorean: Mit diesem Fahrzeug wird er sich heute auf Weltreise begeben.
Bild: Stephan Pröll

In dem Kultauto DeLorean aus dem Film "Zurück in die Zukunft" umrundet der Aichacher Wolfgang Hank zusammen mit zwei Freunden um die Welt. Wir haben ihn vor dem Start getroffen.

Ein Mal um die ganze Welt reisen. Würde sein Delorean die Reifen umklappen und losfliegen, ginge das Abenteuer für den Ecknacher Wolfgang Hank sicherlich schneller vorbei. Doch weder fliegen, noch eine Reise in die Zukunft ist mit seinem Delorean möglich, dafür fehlt dem Edelstahl-Oldtimer doch noch ein Fluxkompensator. Hanks Delorean hat jedoch einige Umbauten, die nicht aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ bekannt wurden. Auf der Leinwand baute der verrückt-geniale Dr. Emmet, genannt „Doc“, eine Zeitmaschine in einen Delorean DMC12 ein. Zusammen mit seinem Freund Marty Mc Fly erlebte er so einige Abenteuer.

Ob Hank am 26. Mai 2016 tatsächlich zusammen mit seinen zwei Freunden nach 38000 Kilometern, 28 Ländern und einigen Abenteuern in Irland ankommen wird, wird die Zukunft zeigen. Hank freut sich sehr auf die Reise und vor allem auf die vielen Eindrücke. Der Delorean ist schon sehr lange sein Wegbegleiter. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist Hank ein begeisterter Fan des Sportwagens. Ein Lehrer schenkte ihm ein Auto-Magazin im Jahr 1981 mit Fahrzeug-Neuerscheinungen. In diesem sah er das erste Mal den Wagen. Lange vor den Filmen, die 1985 in die Kinos kamen, war er schon ein Fanatiker und sammelte alles zu diesem Auto. Die meisten Begeisterten sind laut Hank jedoch durch die Filme auf den Wagen gestoßen. Zwar war der Wagen optisch ein Hingucker, jedoch hatte die Firma Absatzprobleme aufgrund seiner geringen PS-Stärke. So wurden nur 9000 Stück dieses Flügeltürers produziert, bis die Firma ihre Pforten schließen musste.

Mittlerweile ist Hank in der Szene nur noch als „Deloman“ bekannt. Wenn einer dieses Fahrzeug wie seine Westentasche kennt und es flott bekommt, dann Wolfgang Hank. 2001 sah der „Deloman“ einen Bericht über Schauspieler, die eine Auszeit nahmen und mit dem Motorrad eine Weltreise machten. Da kam im spontan eine Idee. Er sagt: „Wenn die mit einem Motorrad die Welt bereisen, dann schaff ich das auch mit einem Delorean.“ Schnell fand er zwei weitere Freunde, die sich ihm anschlossen. Über drei Jahren restaurierte er drei schrottreife Deloreans und passte sie an die speziellen Bedingungen einer Weltreise an. Denn eins war und ist ihm wichtig. Gut erhaltene Oldtimer würde er nie so umbauen, sondern nur restaurieren. Er sagt: „So original wie möglich, so optimal wie nötig.“

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Doch in seinen Tour-Wagen ist so einiges anders. Zum Beispiel bauten sie einen Zusatztank ein, da sie auf ihrer Route durch Australien 800 Kilometer ohne Tankstelle überbrücken müssen. Zusätzlich integrierten sie noch einen Himalaja-Switch. Das ist ein Schalter, mit dem das Luft-Benzin-Gemisch per Knopfdruck verändert werden kann. Hank sagt: „Auf bis zu 3000 Metern Höhe ist die Luft dünner. Das heißt, es sollte auch weniger Benzin eingespritzt werden, damit der Wagen rund läuft.“

Getestet haben die Freunde die Umbauten natürlich auch schon. 2013 machten sie eine Reise durch Frankreich, 2014 ging es durch Andalusien und nach Südportugal. Dieses Jahr verschlug es die drei an den Polarkreis. Hank sagt: „Durch die gefahrenen Touren können wir sicherstellen, dass die Wagen die unterschiedlichsten Umwelt-Bedingungen verkraften.“

Jetzt wird die Welt umrundet. An Gepäck wird nur das Nötigste verstaut. Vor allem aber Ersatzteile und Verschleißteile sind an Bord. Hank sagt: „Die wichtigsten Gegenstände haben wir dabei, alles andere sollte sich irgendwie auftreiben lassen.“

Die Welttour mit dem Motto „Worldwide Encounter“ geht über den Balkan nach Arabien und von Indien nach Singapur. Australien und Nordamerika sind weitere Ziele. Von da aus geht es nach Island, um zu guter Letzt in Irland zu landen. Das Streckenziel und das Datum sind genau gewählt. Denn in Belfast wurde das Auto von 1981 bis 1982 produziert und feiert am 26. Mai 2016 seinen 35. Geburtstag.

Für das Abenteuer verlassen die drei Sportwagen-Freunde neun Monate Familie und Beruf. Jedoch finden sich bestimmt genügend Souvenirs, um das „Delorean-Zimmer“ in seinem Geschäft zu füllen oder den Verwandten eine Freude zu bereiten. Denn zu Weihnachten unterbrechen sie ihre Welttour, um in die Heimat zu kommen und die Feiertage hier zu verbringen. Danach geht’s wieder auf Reise.

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