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Nitrat: Es muss etwas passieren in Aichach-Friedberg

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Kommentar Von Katja Röderer
23.07.2018

Die Nitratbelastung des Grundwassers im Landkreis wird von den experten kritisch gesehen

Grund zu kopfloser Panik besteht nicht. Noch immer ist der Nitratgehalt im Trinkwasser unbedenklich. Nachdenklich machen sollte er aber. So haben einige Bewohner des Wittelsbacher Landes inzwischen mehr Nitrat in ihren Wassergläsern als noch vor ein paar Jahren – ein Alarmsignal. Es ist höchste Zeit zu handeln.

Das Landesamt für Umwelt hat den Landkreis Aichach-Friedberg auf seinen Karten jedenfalls schon einmal rötlich eingefärbt: Wegen des schlechten Zustands des Grundwassers in Sachen Nitrat. An vier Messstellen ist der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat in einem Liter Wasser überschritten worden. Wasserversorger im Landkreis bestätigen steigende Nitratwerte im Rohwasser, das zu Trinkwasser gemischt wird. Angesichts dieser Tendenzen sind sie besorgt, wie es weitergeht. Denn was heute im Boden versickert, kommt Jahre später im Grundwasser an. Und irgendwann landet es dann auch in den Teetassen und Wassergläsern.

Nitrat ist zwar nicht giftig, es kann aber krank machen. Bei Säuglingen behindert es den Sauerstofftransport im Körper, bis sie blau anlaufen. Es wird außerdem angenommen, dass Nitrat im Magen krebserregende Stoffe hervorruft. Das kann niemand wollen.

Was also tun? Nitrat wieder aus dem Wasser zu filtern, kostet viel Geld. Die beste Lösung ist, es gar nicht erst ins Grundwasser gelangen zu lassen. Absprachen auf lokaler Ebene zwischen Landwirten und Wasserversorgern sind ein guter Anfang. Die Magnusgruppe macht es vor. Doch es müssen noch mehr solcher Konzepte her, wenn der uneingeschränkte Zugang zu sauberem Trinkwasser auch unseren Kindern und Enkelkindern noch möglich sein soll. Das Wasserwirtschaftsamt ist nicht sicher, ob die Umweltziele im Wittelsbacher Land bis 2021 eingehalten werden. Das Landesamt hält es sogar für unwahrscheinlich. Jetzt können die Verantwortlichen im Landkreis beweisen, was hier alles möglich ist.

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