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10.07.2018

Oberacher basteln fürs Rehlinger Seifenkistenrennen

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Nur noch wenige Tage bis zum Rehlinger Seifenkistenrennen: David Happacher und Benedikt Bachmeir bereiten sich in Oberach in der Werkstatt von Benedikts Vater vor. Dort haben die beiden ausreichend Möglichkeit zum Basteln. Während David (links) die Lenkung und die Lager an den Rädern seines Gefährts prüft, arbeitet Benedikt Bachmeir (rechts) mit der Fettpresse. Die Räder wollen gut geschmiert sein, um die richtige Geschwindikheit am Auer Berg zu erreichen.
Bild: Josef Abt

In wenigen Tagen rasen die Teilnehmer wieder den Auer Berg hinunter. Das Wichtigste ist die Vorbereitung der „Rennwagen“.

In wenigen Tage ist es wieder soweit: Am Sonntag, 15. Juli, warten nicht nur die Fußballfans auf den Ausgang des Endspiels der Weltmeisterschaft in Moskau, sondern es startet am Auer Berg auch das 5. Rehlinger Seifenkistenrennen. Die Vorbereitungen sowohl beim Veranstalter, der Katholischen Landjugend (KAB) Rehling, wie auch bei den Teilnehmern, laufen bereits auf vollen Touren. Schließlich müssen die Gefährte erst gebaut oder in Schuss gebracht werden.

16 Teilnehmer traten im vergangenen Jahr bei dem Spektakel an. Die Landjugend hofft, dass sich das Teilnehmerfeld heuer noch vergrößert. Alle Altersklassen, weiblich und männlich, können teilnehmen. Man braucht nur einen fahrbaren Untersatz mit vier Rädern, gut funktionierender Lenkung und Bremse, Schutzhelm und ein wenig Mut, um sich dann auf die kurvenreiche Strecke zu machen. Titelverteidiger in der Seniorenklasse ist mit Herbert Becker ein Auer.

Bei den unter 18-Jährigen will der 15-jährige David Happacher aus dem Rehlinger Ortsteil Oberach seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Auch der 14-jährige Benedikt Bachmeir, ebenfalls aus Oberach, hat schon einmal gewonnen: gleich das erste Rennen vor fünf Jahren. Er geht heuer zum dritten Mal an den Start. Während Benedikt sonst auch in der Jugendfeuerwehr, der Landjugend und als Fußballer beim TSV Rehling aktiv ist, gilt es dieser Tage, sich verstärkt um die Rennvorbereitungen zu kümmern. In der Werkstatt von Benedikts Vater Stefan Bachmeir haben David und Benedikt alle Möglichkeiten, ihre Gefährte richtig vorzubereiten.

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Benedikt arbeitet an dem Kettcar, mit dem er schon beim ersten Rennen den Sieg eingefahren hat. Ein ungemein schnelles Gefährt, das etwas umgerüstet wurde. Der Kettenantrieb musste für das Rennen am Auer Berg entfernt werden. Jetzt schmiert Benedikt die Lager mit der Fettpresse, überprüft den Luftdruck in den Reifen und testet ausführlich die Bremsfunktion. Genügend Erfahrung hat er: Er hilft oft in der Werkstatt seines Vaters, in der wesentlich größere Maschinen wie Lastwagen oder Hydraulikbagger repariert werden. Benedikt ist schon aufgeregt und fiebert dem Start entgegen. „Vielleicht mache ich mit meiner Schwester zusammen noch ein Proberennen“, sagt er, damit er sich auf sein Fahrzeug und die Strecke noch besser einstellen kann.

David Happacher hat wie sein Freund Benedikt mehrere Hobbys, besonders den Feuerwehrdienst. Auch er ist Mitglied in der Landjugend. Schulisch konzentriert er sich gerade auf die Mittlere Reife. Aber in seiner Freizeit betätigt er sich gern als Bastler und Erfinder. Er geht seinem Vater Robert in dessen Kranverleihfirma zur Hand und kann mit Werkzeug gut umgehen. Mit seinem Gefährt geht er heuer zum dritten Mal an den Start: ebenfalls ein altes Kettcar, das er vor Jahren in Oberach erworben hat. Daran hat er einiges umgebaut. Am Rahmen gab es Veränderungen, dazu hat David vier neue Schubkarren- Räder auf selbst gedrehte Wellen montiert und funktionierende Handbremsen. „Für das Rennen heuer habe ich die Lenkung neu konzipiert“, erzählt David stolz.

In einem sind sich die beiden Freunde mit ihrer Rennerfahrung einig. David bringt es auf den Punkt: „Wer bremst, verliert.“ Dadurch verliere man Zeit. Das Fahrzeug muss mit viel Mut und voller Konzentration die steile Straße hinunter manövriert werden: Teilweise haben die Gefährte 50 und mehr Stundenkilometer drauf. Für Sicherheit sollen Streckenposten und Helfer sorgen, den Absperrdienst werden wohl wieder Mitglieder der Feuerwehr übernehmen.

Der Startplatz ist bei der Abzweigung vom Hort nach Au oben im Ort. Dort ist am Sonntag ab 13 Uhr die Anmeldung möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Ab 14 Uhr gehen die Teilnehmer nacheinander auf die Strecke, dann läuft die Zeit. Wer nicht so schnell ist: Auf halber Wegstrecke müssen die Fahrer anhalten und aussteigen. Auf sie wartet eine Sonderaufgabe, bei der man Punkte gut machen kann.

Die Siegerehrung findet im Stadel der Familie Jakob in der Nähe des Startplatzes statt, wo es auch Gegrilltes und Getränke gibt. Bis 17 Uhr soll sie abgeschlossen sein: Dann läuft dort das WM-Endspiel.

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