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Haushalt

17.05.2018

Obergriesbach braucht fast vier Millionen Euro

Der Etat von Obergriesbach ist unter Dach und Fach, der Gemeinderat hat das Zahlenwerk, in dem es um viel Geld geht, verabschiedet.

Gemeinderat verabschiedet Etat für das Jahr 2018. Wofür das Geld in der Gemeinde gebraucht wird

Ohne ein Wort über die Haushaltsvorstellung zu verlieren, die Christine Treffler, Kämmerin in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dasing stichpunktartig verlesen hat, stimmten die Gemeinderäte Obergriesbachs am Dienstagabend einstimmig für den Haushalt 2018. Damit nahmen sie eine Steigerung des Gesamthaushaltes von über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin. Das sind 1,1 Millionen Euro. Die größte Steigerung um 21 Prozent zeigte sich im Vermögenshaushalt. Dieser stieg von knapp fünf Millionen Euro im Jahr 2017 auf über sechs Millionen Euro 2018 an. Der Verwaltungshaushalt stieg hingegen um zwei Prozent von 3,46 Millionen Euro auf 3,53 Millionen Euro. Die Kämmerin betonte, dass viele Kostenpunkte deutlich gestiegen seien:

Die Personalkosten sind von 618000 Euro auf 718000 Euro angewachsen. Dies sei unter anderem auf den erhöhten Personalbedarf in der Kindertagesstätte zurückzuführen sowie auf das Personal, das künftig für die Reinigung zuständig sein wird. Die größten Investitionen, die die Gemeinde in diesem Jahr stemmen wird, sind der Neubau der Kindertagesstätte sowie die Erweiterung. Das kostet 2,5 Millionen Euro für den Neubau. 500000 Euro die Erweiterung. Zudem sind weitere Kosten für die Renovierung und Verlegung von Gemeindekanzlei und Sitzungssaal kalkuliert: 200000 Euro. Am Ende der Sitzung brachte Obergriesbachs Bürgermeister Josef Schwegler hierzu die Räte auf den aktuellen Stand. Die Regierung von Schwaben und das Landratsamt seien am Dienstag vor Ort gewesen, um die Erweiterungslösung anzusehen.

Neben der Kindertagesstätte haben die Räte noch einige andere Projekte auf dem Schirm, die teuer zu Buche schlagen und mitunter dazu beitragen, dass die Gemeinde Kredite von 3,9 Millionen Euro aufnehmen muss. Die Erschließung des Baugebiets „Am Bahnhof“ kostet 2018 etwa 277000 Euro. Auch im kommenden Jahr werden hier weitere Kosten in Höhe von knapp 500000 Euro anfallen. Der neue Bauhof wird 2018 lediglich geplant. Das kostet 20000 Euro. Die 400000 Euro Baukosten fallen dann erst im kommenden Jahr an. Auch die Kanalsanierung des Tannen- und Buchenwegs ist eine Maßnahme, die in diesem und im nächsten Jahr teuer wird: 1,05 Millionen Euro muss die Gemeinde noch in diesem Jahr bezahlen, weitere 600000 Euro sind 2019 fällig.

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Wohlwissend, dass diese Ausgaben eine große Herausforderung für die Gemeinde darstellen, zeigten sich die Räte während eines weiteren Beschlusses sparsam. Anstatt ein neues Kombi-Spielgerät für den Spielplatz Paarblick anzuschaffen, das laut Obergriesbachs Bürgermeister Josef Schwegler zwischen 14000 und 16000 Euro kosten würde, entschieden sich die Gemeindevertreter für einzelne Spielplatzgeräte: Ein Kletterspiel, ein Reck, eine Nestschaukel, eine Wippe und eine Tischtennisplatte werden nun für insgesamt 8000 Euro angeschafft. So erhält auch der Spielplatz am Gemeinschaftshaus eine neue Wippe. Einziger Wermutstropfen: Die neuen Spielgeräte sind aus Stahl. Peter Liebl und Manfred Kern hätten sich Holzspielplatzgeräte gewünscht.

Die Anregungen, die bei der Bürgerversammlung aufgegriffen wurden, kreisten um den radikalen Kurz-Strauch-Schnitt am Friedhof. Im Zuge dessen bat Gemeinderatsmitglied Kern darum, künftig vor der Umsetzung solch radikaler Maßnahmen Rücksprache zu halten. Auch das Fällen zweier Bäume kam in der Bevölkerung nicht gut an. Der Container, der als unschöner Blickfang am Friedhof bezeichnet wurde, soll eine Art Häuschen bekommen, damit dieser nicht zum negativen Blickfang wird.

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