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Infoabend

21.05.2015

Obergriesbach diskutiert über Kinderhaus

Mehr als 60 Interessierte lassen sich die Pläne erklären. Es kommen unerwartet wenig kritische Fragen. Planer beziffert Kosten auf rund 2,6 Millionen Euro

Es war gewissermaßen das Schlusswort, als sich Siegrid Rauch zu den Plänen für ein neues Kinderhaus in Obergriesbach äußerte: „Uns gefällt der Vorschlag ganz gut, wir sind auch zufrieden mit den Außenanlagen.“ Die Leiterin der Kindertagesstätte wünschte sich bei diesem Infoabend am Dienstag noch einen Platz für die 15 Kinder, die derzeit in dieser Einrichtung mittagessen. Außerdem hofft sie, dass die Kommune bei den Kindern nicht spart: „Sie sind ja keine arme Gemeinde.“ Bürgermeister Josef Schwegler gab zu bedenken: „Wir haben auch noch andere große Maßnahmen.“

90 Minuten dauerte die Veranstaltung im Gemeinschaftshaus in Obergriesbach. Sie verlief ausgesprochen sachlich. Die gut 60 Besucher brachten auch kritische Anmerkungen vor, die das große Projekt aber keineswegs infrage stellten. Vielmehr kam an diesem Abend klar zum Ausdruck, dass sich die Gemeinde auf dem richtigen Weg befindet. „Ich finde das Konzept auch super“, meinte eine Mutter, die den Gemeinderat mit Nachdruck lobte: „Toll, wie ihr euch darum kümmert.“ Die Stimmung an diesem Abend wurde auch in der Aussage von Alexandra Kopplin-Thöle deutlich, die für die Krippe zuständig ist: „Wir finden das Konzept super.“

Das Ingenieurbüro Schrammel aus Augsburg, das den Planungsauftrag erhalten hatte, war am Dienstagabend mit drei Mann vertreten. Juniorchef Stefan Schrammel erläuterte die Überlegungen seines Hauses, über die der Gemeinderat bereits informiert worden war. Er stellte die drei Varianten vor, die zur Debatte stehen. Die Aufgabe bestehe darin, Platz für zwei Gruppen im Kindergarten und für eine in der Kinderkrippe zu schaffen. Es sollte eine nachhaltige Lösung gefunden werden, die Möglichkeiten eröffnet, um etwa eine zweite Gruppe für die jüngsten Kinder zu bilden. Das Gelände neben dem alten Schulgebäude bezeichnete er als sehr interessant, schön, aber auch schwierig.

Das Büro aus Augsburg hat nach Aussage von Schwegler schon über 20 Kindergärten geplant. Es waren Bilder von Projekten in Haunswies (Gemeinde Affing), von Maria Stern und von St. Stephan jeweils in Augsburg zu sehen.

Der Bürgermeister erklärte, der Gemeinderat habe vorab einige neue und umgebaute Kindergärten besichtigt. Der jetzige Kindergarten sei 40 Jahre alt, sein Nachfolger sollte für mindestens 25 oder 30 Jahre konzipiert werden.

Zum Standort gibt es keine Alternative

Eine der ersten Fragen lautete: Besteht an diesem Platz im Osten des Schulgebäudes wirklich genügend Platz? Stefan Schrammel bezeichnete die vorgesehenen Flächen als ausreichend: „Wir haben kein anderes Grundstück.“ Josef Schwegler rechnet damit, dass zum einen die Zahl der Kinder steigen wird, die zur Mittagsbetreuung ins Kinderhaus kommen werden. Außerdem geht er davon aus, dass selbst Babys künftig in der Krippe betreut werden. Von anderen Gemeinden wisse er, dass Säuglinge mit vier Wochen bereits in solche Einrichtungen gebracht werden würden.

Planer Martin Geck ging auf die Zahlen ein. Für Krippe, Kindergarten und allgemeine Räume habe man Flächen vorgesehen, die geringfügig über den Mindestanforderungen liegen: „Beim Bewegungsraum empfehlen wir ein deutliches Plus.“ Die Kosten für das Gebäude bezifferte er auf 2,2 Millionen Euro, Außenanlagen und Ausstattung sind darin nicht berücksichtigt. Somit könne man von einer Kostenschätzung von 2,6 Millionen Euro brutto reden. Womit im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen war: Niemand äußerte sich zu diesen Beträgen negativ.

Fragen zur Heizung im neuen Haus konnten noch nicht beantwortet werden. Dazu müsse sich erst ein Fachplaner äußern. Außerdem war davon die Rede, dass ein Aufzug nicht zwingend vorgeschrieben sei. „Mir gefällt das recht gut“, meinte ein Mann und erntete dafür Applaus im Saal.

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