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Pöttmes

27.07.2010

Örtchenoffensive im Pöttmeser Rathaus

Im neuen Pöttmeser Rathaus sollen die Bürger in Zukunft können, wenn sie müssen. Das entschied der Brauerausschuss. Und eine weitere Lokalität bekommt ein stilles Örtchen.

Im neuen Pöttmeser Rathaus sollen die Bürger in Zukunft können, wenn sie müssen. In der geplanten Gastronomie, für die Baron Umberto von Beck-Peccoz aus Kühbach Interesse angemeldet hat, wird eine öffentliche Toilette vorgesehen. Diese soll vom Marktplatz aus zugänglich und behindertengerecht ausgebaut sein. Das beschloss am Montag der Brauereiausschuss, der erstmals öffentlich tagte.

Der Ausschuss hatte schon den Umbau des Ostteils der früheren Brauerei zum Rathaus vorbereitet. Nun nimmt er den Umbau des Westteils in Angriff. Wie berichtet, soll dort eine große Gastronomie einziehen. Sie erstreckt sich über drei Etagen: Im abgesenkten Erdgeschoss soll eine Bierstube - mit der "netten Toilette" - entstehen.

Im ersten Stock, der früheren Gerstentenne, wird zukünftig das Restaurant samt Küche angesiedelt sein, im zweiten Stock eine Galerie für das Restaurant. Die Architekten Dorothea Baur und Hans Botz vom Büro vabb Architekten in München stellten den Mitgliedern des Ausschusses die Pläne vor. Auch an der Nordwestseite des Pöttmeser Rathauses wollen die Räte eine öffentliche Toilette einbauen lassen.

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Diese wird nur von der Rückseite des Gebäudes zugänglich und nicht behindertengerecht sein. Denn das Erdgeschoss liegt tiefer als der Marktplatz und ist nur über eine kleine Treppe erreichbar. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer wäre mit erheblichem Aufwand verbunden. Diese zweite Toilette ist als Reserve gedacht - für die Zeiten, in denen das Lokal geschlossen hat, oder falls dort der Pächter wechselt.

Außerdem beschloss der Ausschuss mit 5:2 Stimmen, dass der Westteil Sprossenfenster ohne Läden bekommen soll. Helmut Drittenpreis (CWG) und CSU-Fraktionssprecher Harald Tscherneck stimmten für die Variante mit Fensterläden. Von diesen hatten die Architekten auf Empfehlung des Landesamtes für Denkmalschutz abgeraten. Sie zeigten ein altes Bild der Brauerei. Auch damals hatte der Westteil keine Fensterläden.

Fenster im Westteil werden anders aussehen als im Ostteil

Dorothea Baur erinnerte daran, dass der Westteil früher ein Lager gewesen und anders genutzt worden sei als der Ostteil. Dies solle die unterschiedliche Fassadengestaltung zeigen. "Eine sehr akademische Diskussion", befand Tschernek. Schindele, seine Stellvertreterin Sissi Veit-Wiedemann ( CSU), dritter Bürgermeister Thomas Huber, Helmut Schenke (beide Bürgerblock) und Johann Riedelsberger (CWG) sahen das anders und stimmten gegen Fensterläden. Die Variante mit sprossenlosen Fenstern in dünnen Stahlrahmen fiel glatt durch. (nsi)

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