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Aichach

15.03.2009

Osterschmuck vom Wachtel- bis zum Straußenei

Vom Geheimtipp zum Besuchermagneten hat sich der Ostermarkt im Unterwittelsbacher Sisi-Schloss entwickelt. Schon am Samstagvormittag gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. Bis zum Sonntagabend waren es laut Bürgermeister Klaus Habermann rund 3000 Besucher, die Eier in allen Größen und Formen, von traditionell bis ganz modern gestaltet, bestaunt hatten. Von Gerlinde Drexler

Aichach Vom Geheimtipp zum Besuchermagneten hat sich der Ostermarkt im Unterwittelsbacher Sisi-Schloss entwickelt. Schon am Samstagvormittag gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. Bis zum Sonntagabend waren es laut Bürgermeister Klaus Habermann rund 3000 Besucher, die Eier in allen Größen und Formen, von traditionell bis ganz modern gestaltet, bestaunt hatten.

Längst kommen die Besucher nicht mehr nur aus Aichach und Umgebung. Der Ostermarkt, der schon zum sechsten Mal stattfand, hat überregionale Bedeutung erreicht und sich auch als Fachmarkt einen Namen gemacht. Zwischen 3000 und 4000 Menschen kämen jedes Jahr, sagte Bürgermeister Klaus Habermann. Mehr ginge auch gar nicht. "Dann müssten wir Platzkarten ausgeben", scherzte er bei der Eröffnung am Samstag.

Die 40 Aussteller, die die Stadt aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt hatte, boten den Besuchern alles rund um Ostern und das Ei. Neu war in diesem Jahr, dass auch der Vorhof des Schlosses besser genutzt wurde. Neben einer Bewirtungsoase und einem Info-Stand der Stadt gab es dort verschiedene Stände mit Dekorationsartikeln sowie den bunt geschmückten Osterbaum. Wie viele Eier hängen an dem Baum? Das war die große Frage im Osterquiz der Stadt, für das sich vor allem die Kinder interessierten.

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Die Erwachsenen zog es vielmehr zu den verschiedenen Ständen, an denen von traditionell bis ganz modern alles geboten war. Mehr als 200 Jahre ist die Technik alt, die Alena Hovorkorá aus Tschechien vorstellte. Sie umwickelt die Eier kunstvoll mit einem Kupferdraht. "Das ist ja Arbeit ohne Ende. Da braucht man Geduld und Fingerspitzengefühl", staunten die Besucher.

Aufgeklapptes Straußenei

Ganz modern hatte dagegen Dorothee Gathof aus Vogt ihre Eier gestaltet. Sie hat die Tiffany-Technik auf das Ei übertragen und ausgefräste Flächen mit Silberschmuck und Edelsteinen gefüllt. Sie arbeite bevorzugt mit Eiern von frei laufenden Enten, erzählte sie den Interessierten. Die Schale von Zuchtenten sei für ihre Arbeit zu dünn.

Die Stabilität von Eiern bestaunten die Besucher auch am Stand des Ehepaares Weiß aus Kaufbeuren. Wie zwei Flügelhälften hatten die beiden die eine Hälfte eines Straußeneis aufgeklappt und innen mit religiösen Motiven gestaltet. "Wir suchen immer wieder neue Herausforderungen", erzählte das Ehepaar den Besuchern. Während er für das Schneiden und Anbringen der Scharniere an den Eiern zuständig ist, übernimmt sie den gestalterischen Part. "Da haben Sie viel nachgedacht", lobte eine Besucherin die Vielfalt der Motive.

Auf der Suche nach einem bestimmten Motiv und Aussteller war ein amerikanisches Ehepaar, das extra aus Stuttgart angereist war. Die Katze habe eines von den bestickten Eiern von Elisabeth Klein, die ebenfalls auf dem Ostermarkt einen Stand hatte, kaputt gemacht, erzählten sie. Nun suchten sie Ersatz. Die beiden haben ein Faible für handgearbeitete Stücke und reisen dafür zu Ostermärkten in ganz Deutschland. In Aichach waren sie zum ersten Mal, wollen aber auf jeden Fall wiederkommen.

Bei uns im Internet

finden Sie ein Video vom Ostermarkt unter aichacher-nachrichten.de

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