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05.09.2008

"O'zapft is" bald in der Schlossbrauerei Blumenthal

"O'zapft is" heißt es in einer Woche für die Schlossbrauerei Blumenthal. Nach sechs Monaten Planen, Umbauen und Einbauen der technischen Anlagen wird die Schlossbrauerei am Sonntag, 14. September, um 11 Uhr wieder eröffnet.

Damit wird eine alte Tradition wiederbelebt. Bereits 1508 wurde Blumenthal die Schank- und Brauerlaubnis erteilt. Bis ins Jahr 1966 wurde in Blumenthal auch gebraut. Dann wurde die Brauerei aufgegeben. Die örtliche Gaststätte wurde bis 2007 von der Storchenbrauerei beliefert.

Die neuen Erwerber von Blumenthal gingen im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der Brauerei Kühbach ein, die auch fortgesetzt werden soll. Jedoch war von Anfang klar, dass Blumenthal wieder eine eigene Brauerei bekommen sollte. Gemäß dem Konzept der neuen Besitzer sollte ein Biobier gebraut werden. Der Blumenthaler Gerstensaft trägt denn auch das Bioland-Siegel.

Da unter den Gesellschaftern kein Braumeister war, gingen die Gesellschafter Sigi Zecherle und Karl Wenning auf die Suche nach einem geeigneten Braumeister, der auch bald gefunden war. Jörg Heinevetter aus Odelzhausen wird die Brauerei in eigener Verantwortung führen. Seine Lehre absolvierte er bei der Brauerei Aying, den Braumeister legte er in der Doemensakademie ab. In den vergangenen Jahren war Heinevetter Produktionsplaner der Spaten-Löwenbräugruppe, auch Inbev genannt, in München.

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Jörg Heinvetter kann nun seinen Traum verwirklichen: die Herstellung eines eigenen Bieres nach alter Brautradition. Keine Massenware, sondern ein süffiges Genussmittel für die Region wollte er herstellen. So wird die 500-jährige Tradition von Blumenthal wieder fortgesetzt.

Der Brauer hat in das Ökonomiegebäude von Blumenthal eine zehn Hektoliter kupferummantelte Brauanlage mit Drei-Gerätesudwerk mit Maischbottich und Sudpfanne, Läuterbottich und Whirlpool sowie Kühlanlagen hingestellt. Das gebrauchte Sudwerk kommt aus Bremerhafen von der Nordseeküste, doch das Bier soll natürlich ein Bayerisches Original werden. Rund 200.000 Euro hat Heinevetter in die Brauereiausstattung investiert.

Das erste Bier wird ein von Bioland zertifiziertes naturtrübes, ohne Filtration hergestelltes Ur-Hell mit fünf Prozent Alkoholgehalt sein. Im ersten Jahr können davon bis zu 1000 Hektoliter gebraut werden. Später werden ein Weißbier sowie ein Dunkles und verschiedene Spezialbiere dazukommen. Der Gerstensaft wird vor allem im Gasthof Blumenthal ausgeschenkt. Doch auch für externe Veranstaltungen wird das Bier in Fässern verkauft. Für den Einzelverkauf wird die Einliterflasche im Sechsertragl angeboten oder im Zweilitersiphon.

Zur Eröffnung am Sonntag, 14. September, sind alle Interessierten eingeladen. Dabei wird die Brauerei geweiht. Grünen-Landtagsabgeordneter Adi Sprinkart wird Grußworte vom bayerischen Landtag überbringen, um dann zusammen mit dem ebenfalls geladenen Landrat Christian Knauer, Bürgermeister Klaus Habermann und dem Braumeister das erste Fass anzuzapfen. Als Vertreter von Bioland, dem größten deutschen Zusammenschluss im Ökolandbau, ist Vize-Präsident Josef Wetzstein vor Ort. Übrigens: Die ersten 200 Liter werden als Freibier ausgeschenkt.

Den ganzen Nachmittag über wird stündlich eine Führung durch den Braumeister angeboten. Am Nachmittag spielt eine Band im Biergarten und am Abend gibt es eine Feuershow von Julia Baus, die auch die Eröffnungsrede für die Blumenthaler halten wird.

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