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Kommunalwahl

20.01.2020

Parteilose Wähler Aindling stellen drei Bewerber auf

Sie wurden in Stotzard für die Parteilosen Wähler Aindling (PWA) für die Wahl zum Aindlinger Gemeinderat nominiert: (von links) Olaf Müller, Uwe Späth und Josef Settele.
Bild: Johann Eibl

Plus Bei der Versammlung der PWA in Stotzard geben sechs Wahlberechtigte den drei Kandidaten ihre Stimme. Einen Bürgermeisterkandidaten findet die Gruppierung nicht.

Drei Kandidaten für den Aindlinger Gemeinderat, sechs Wahlberechtigte und sechs Gäste, darunter fünf Mitglieder des Gemeinderats, kamen zur Nominierungsveranstaltung der Parteilosen Wähler Aindling (PWA) im Gemeinschaftshaus Stotzard. Daher waren die zwei wichtigsten Fragen schnell geklärt. Einen Bürgermeisterkandidaten wird diese Gruppierung nicht stellen. Um einen Platz im neuen Marktgemeinderat werden sich Uwe Späth, Josef Settele und Olaf Müller bewerben.

Samstag, 16 Uhr: Es war ein ungewöhnlicher Termin für eine Nominierung. Das war zum einen auf Arbeiten im Gemeinschaftshaus in Stotzard zurückzuführen, außerdem waren die Räume dort durch verschiedene Veranstaltungen belegt. Josef Settele, der im Vorfeld viel Arbeit hatte und dann als Wahlleiter fungierte, zeigte sich enttäuscht über den mäßigen Besuch: „Das ist alle sechs Jahre einmal. Da hätte man sich mehr Zeit nehmen können.“ Mit Bedauern berichtete er von zwei Absagen von „guten Kandidaten“, wie er selbst sagte, im letzten Moment.

Josef Settele kandidiert für Kreistag auf AfD-Liste

Settele, 66 Jahre alt, gehört seit 1990 dem Marktgemeinderat Aindling an. Für den Kreistag kandidiert er auf Platz eins der Liste der rechtspopulistischen AfD. Seit dem vergangenen Sommer befindet sich der Kommunalpolitiker aus Gaulzhofen im Ruhestand. „Ich möchte noch mal für den Gemeinderat kandidieren“, sagte er. Platz eins überließ er Uwe Späth, einem jüngeren Mitbewerber. Die Abstimmung über das Trio wurde en bloc durchgeführt. Sie werden auf der Liste jeweils dreimal aufgeführt.

Parteilose Wähler Aindling stellen drei Bewerber auf

Im Gemeinderat sei es in den vergangenen Jahren um Sacharbeit gegangen und nicht um die Zugehörigkeit zu einer Partei, schilderte Josef Settele seine Erfahrungen: „Ich bin selber kritisch und hinterfrage vieles.“ Dann kam er auf zahlreiche Anliegen zu sprechen. Mit am wichtigsten erschien ihm das Thema Gewerbeflächen: „Da ist so gut wie nichts geschehen die letzten sechs Jahre.“ Sein Sohn befände sich auf der Suche, bislang vergebens. „Wir sind in der Pflicht“, betonte Settele, der befürchtet, dass Leute aus der Gemeinde abwandern, um sich woanders anzusiedeln.

Anderen Standort für Kindergarten gewünscht

Außerdem hätte sich Settele gewünscht, dass der neue Kindergarten nicht in Aindling, sondern in seinem Wohnort entstehen würde: „Wir hätten das in Stotzard auch machen können, mir wurde ein Grundstück angeboten.“ Was er auf Dauer nicht verstehen will: dass Leute etwa aus Stotzard mehr für den Bus nach Augsburg zu zahlen haben als Passagiere aus Aindling, wenngleich die eine längere Strecke zurücklegen müssen.

Der Ausbau der Geh- und Radwege in der Marktgemeinde ist in den Augen von Josef Settele eine vordringliche Aufgabe der Kommune. Dabei denkt er an die ältere Generation ebenso wie an die Kinder: „Wenn einer tot ist, dann ist es zu spät.“ Dann formulierte er ein Anliegen, das immer wieder mal zur Sprache kommt in dieser Kommune: „Wir bräuchten eine Halle für die Vereine.“ Und nicht zuletzt auch weiteren Baugrund für die einheimische Bevölkerung.

Die Gemeinderatskandidaten der Parteilosen Wähler Aindling (PWA)

1., 2., 3. Uwe Späth, 47 Jahre, selbstständiger Elektromeister, Aindling.

4., 5., 6. Josef Settele, 66, dreifacher Handwerksmeister, Kfz-Sachverständiger, Rentner und Landwirt, Gaulzhofen.

7., 8., 9. Olaf Müller, 46, HNO-Arzt, Aindling.


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Die Diskussion ist geschlossen.

03.02.2020

J. Settele, Handwerksmeister, Kfz-Sachverständiger, Landwirt, man sollte denken, dass ist ein gebildeter Mann mit Weitblick. Und dann kandidiert er die die AFD, das ist mir unverständlich. Hat aus der Geschichte nichts gelernt.

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