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Patienten im Krankenhaus Aichach schützen

Patienten im Krankenhaus Aichach schützen
Kommentar Von Nicole Simüller
03.12.2018

Zwischen Hypochondern und Übervorsichtigen ist ein weites Feld. Doch im Sinne der Patienten im Aichacher Krankenhaus ist Unbekümmertheit jetzt fehl am Platz.

Um diese Jahreszeit, da Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infektionen Hochkonjunktur haben, teilt sich die Menschheit – vereinfacht gesagt – in zwei Hälften: Die einen horchen bei jedem Zipperlein ganz genau in sich hinein, schauen hustende Mitmenschen skeptisch an und wähnen grundsätzlich und überall Viren und Bazillen. Die anderen machen sich über die einen gern lustig, halten sie für Hypochonder und glauben, dass es alles, was sie nicht mit eigenen Augen sehen – also zum Beispiel Viren und Bazillen – schlicht nicht gibt.

Die einen würden am liebsten niemandem mehr die Hand geben, alles, was sie anfassen, vorher großzügig desinfizieren und sich permanent die Hände waschen. Die anderen lassen sich von den Bedenken nicht anstecken, ignorieren geflissentlich alle mahnenden Worte und machen weiter, wie gewohnt.

Gar nicht so leicht, da einen Weg zu finden, der den Kranken und (noch) Gesunden gerecht wird und trotzdem sozialverträglich ist. Doch wenn – wie jetzt – das Norovirus im Aichacher Krankenhaus umgeht, sollte sich jeder Gedanken über die Folgen seines Handelns machen. Es ist ein großer Unterschied, ob sich ein Kerngesunder mit einem harmlosen Schnupfen ansteckt oder ein ohnehin durch Vorerkrankungen geschwächter Patient mit einem Magen-Darm-Infekt. Vielleicht tun’s ganz einfach ein bisserl gesunder Menschenverstand und Vernunft, damit ansteckende Unbekümmertheit nicht im Wortsinn ansteckend wird.

Lesen Sie dazu den Artikel "Norovirus grassiert am Aichacher Krankenhaus"

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