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Gemeinderat

13.02.2015

Pausenhof soll Pergola für 35000 Euro bekommen

Für die Umgestaltung des Pausenhofs der Grundschule in Adelzhausen sind 130000 Euro im aktuellen Haushalt der Gemeinde eingeplant. Auf dem Pausenhof soll eine Pergola entstehen.

Seit einem Jahr macht sich eine Kommission in Adelzhausen Gedanken über das Thema. Nun gibt es eine Entscheidung

Eine harte Nuss war die Entscheidung, wie die Pergola auf dem Pausenhof der Grundschule Adelzhausen aussehen soll. Architekt Werner Friedl hatte drei Vari-anten ausgearbeitet und dem Gemeinderat in der Sitzung am Mittwoch vorgestellt. Nach viel Hin und Her entschieden sich die Gemeinderäte für die günstigste Variante.

Seit rund einem Jahr hatte eine Lösungsfindungskommission, der Mitglieder des Gemeinderates und der Schule angehörten, sich Gedanken über Aussehen und Standort der Pergola gemacht. Die soll im Rahmen der Umgestaltung des Pausenhofes, der die Gemeinde rund 130000 Euro kostet, aufgestellt werden. Der erste Vorschlag, auf den sich die Kommission geeinigt und den der Architekt im Dezember dem Gemeinderat vorgestellt hatte, war dem Gremium mit etwa 47000 Euro zu teuer gewesen. Der Rat hatte den Architekten beauftragt, nach günstigeren Alternativen zu suchen.

Friedl stellte dem Rat nun drei Varianten vor. Die erste, eine Stahlkonstruktion mit begrüntem Flachdach, veranschlagte er mit rund 43000 Euro. Genauso teuer käme die Variante mit Holzstützen und einer Dachneigung von sieben Prozent. Für eine weitere Variante, die rund 35000 Euro kosten würde, hatte Friedl ein Trapezblech als Dach gewählt. Der Architekt selbst fand das Trapezblech allerdings zu grob für eine Pergola im Pausenhof.

Er bevorzugte, wie auch die Kommission, die Stahlkonstruktion. Dem stimmte Wolfgang Schroll zu. Er sagte: „Wir geben uns sehr viel Mühe mit der Gestaltung des Pausenhofes.“ Da dürfe man bei der Pergola nicht sparen. Tina Pribil sprach sich für die günstige Lösung aus. Das eingesparte Geld solle man lieber für Spielgeräte verwenden, schlug sie vor.

Nur Bürgermeister Lorenz Braun, Schroll und Franz-Xaver Oswald stimmten für die Stahlkonstruktion. Die Mehrheit der Gemeinderäte entschied sich für die Variante mit dem Trapezblech. Bis zur nächsten Sitzung wird der Architekt einen Plan ausarbeiten und zur Abstimmung vorlegen.

Der Mischwasserkanal südlich der Ecknach ist in einem schlechten baulichen Zustand und außerdem hydraulisch überlastet. Das ist das Ergebnis einer Inspektion der Kanalisation in der Raiffeisen- und der Flurstraße. Die Kanalerneuerung auf dem rund 220 Meter langen Stück würde etwa 275000 Euro kosten, schätzt das Ingenieurbüro Mayr. Weitere 65000 Euro kostet es, den kaputten Kanal auf den letzten rund 50 Metern der Flurstraße auszubessern.

Rund 200000 Euro hat die Gemeinde im Haushalt jedes Jahr für Ausbesserungsarbeiten am Kanalnetz vorgesehen. „Das Thema wird uns noch die nächsten zehn Jahre begleiten“, vermutete Bürgermeister Braun. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Ingenieurbüro mit der Ausschreibung der beiden Maßnahmen zu beauftragen.

In Auftrag gegeben hat der Gemeinderat die Ausbesserungsarbeiten am Kanal in der Hauptstraße. Dort hatte die Inspektion ergeben, dass der Kanal bei zwei Hausanschlüssen undicht ist. Etwa 1060 Euro kostet die Reparatur, wenn es nur um die beiden Abzweige geht. Müssen auch die Anschlussstücke zu den Häusern gemacht werden, kommen weitere rund 1000 Euro dazu.

Das Halteverbot an der Ziegelstraße in Adelzhausen sei vermutlich das meistbehandelte Halteverbot in Bayern, sagte Bürgermeister Lorenz Braun. In der Bürgerversammlung war es zur Sprache gekommen, die Gemeinderäte hatten sich in zwei Sitzungen damit befasst und einen Ortstermin mit Anwohnern, der Polizei und Landwirten angesetzt.

Mit einem absoluten Halteverbot auf einer Straßenseite hatte die Gemeinde erreichen wollen, dass die großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge bei der Durchfahrt nicht behindert werden. Die Anwohner waren gegen das Halteverbot Sturm gelaufen. „Eine für alle zufrieden stellende Lösung wird nicht zu finden sein“, sagte der Bürgermeister.

Als eine vernünftige Lösung hatte die Polizei bei dem Ortstermin vorgeschlagen, das absolute Halteverbot in ein eingeschränktes umzuwandeln. Ab dem Abzweig Blumenweg können Fahrzeuge auf dem Randstreifen parken und ein Halteverbot sei nicht mehr notwendig. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

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