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Benefizkonzert

03.07.2018

Perfektes Zusammenspiel für Pater Apollinaris’ Projekt

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Das Brunnenhofkonzert beginnt, das Orchester spielt auf (Bild oben). Pater Apollinaris singt bei „Malaika“ mit, zusammen mit Martin Weiß (Foto unten links). Xuri singt, begleitet von Leonora Rast an der Klarinette (Foto unten rechts).

Musiker aus Obergriesbach und Altomünster begeistern mit Brunnenhofkonzert und mehreren Premieren

Der Chef des Musikvereins Obergriesbach, Bernd Broll hatte es bereits in seiner Begrüßung zum Brunnenhofkonzert versprochen: „Wir werden nicht so einen Murks abliefern wie die deutsche Fußballnationalmannschaft, sondern Ihnen ein perfektes Teamplay mit den Altomünsterer Musikern bieten!“ Und so waren schon in der Pause begeisterte Kommentare vom Publikum zu hören.

Trotz Fußball-Weltmeisterschaft waren gut 100 Leute zum Gemeinschaftshaus gepilgert, um bei perfektem Sommerwetter dem Zusammenspiel der beiden Vereine zu lauschen, mehrere musikalische Premieren zu erleben, und mit dem Besuch und einer Spende den Ordensmann Pater Apollinaris zu unterstützen. Das Brunnenhofkonzert stand diesmal ganz im Zeichen des Kinderhausprojektes von Pater Apollinaris: Der Konzerterlös wird für das im Bau befindliche Heim für behinderte Kinder in Tansania verwendet.

Musikalisch setzte das große Orchester gleich zu Beginn mit zwei modernen Märschen ein Ausrufezeichen. Während „Im gleichen Schritt“ das Signal an die Zuhörerschaft war, das Ratschen einzustellen, demonstrierte der „Kaiserin-Sissi-Marsch“ danach eindrucksvoll, dass Werke dieser Art auch vornehm und fein klingen können.

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Auf das Orchesterspiel folgte ein Solo der ganz besonderen Art: Das neue Obergriesbacher Vereinsmitglied Xuri, aufgewachsen in der Inneren Mongolei und Profi-Hornistin, hatte Lieder aus ihrem Heimatland mitgebracht. „Normalerweise wird der Gesang von einer Pferdekopfgeige begleitet“, so der Dirigent Joseph Rast, „aber wir haben ein viel schöneres Instrument hier, nämlich eine Klarinette!“ Besonders schön gespielt von Leonora Rast, muss man ergänzen, und passgenau abgestimmt auf die hübsche Stimme von Xuri. Die Besucher waren so gebannt, man hätte hören können, wenn eine Stecknadel gefallen wäre.

Die Anspannung löste sich etwas, als danach das Orchester wieder in Aktion trat und mit „Boni Amici“ zum ersten Mal die Komposition zu Joseph Rasts kürzlich gefeiertem 60. Geburtstag zu Gehör brachte. Dieses Werk hatten die beiden Musikvereine zu Ehren ihres Dirigenten Anfang des Jahres beim Komponisten Markus Brandmair in Auftrag gegeben.

Geadelt wurde am Ende des ersten Konzertteils aber noch eine ganz andere Person, nämlich Pater Apollinaris. „Als ich ihn gefragt habe, was in Afrika musikalisch so läuft, hat er mir eine Melodie vorgesungen“, erklärte Joseph Rast dem Publikum. „Die war allerdings so kurz, da musste ich noch was drum herum bauen, mit Klängen, wie ich mir halt Afrika so vorstelle.“ Herausgekommen ist ein tolles Werk, das die Melodie des weltbekannten Liedes „Malaika“ zur Basis hat, aber musikalisch um die typischen Laute der afrikanischen Tierwelt ergänzt wurde. Nach diesem Konzerthöhepunkt ging es erst mal in die Pause.

Der zweite Teil startete mit einer ungewöhnlichen Ansage: „Ihr könnt’s Euch jetzt ruhig nebenher unterhalten, ‘s geht nämlich ein bissl boarisch weiter!“ Diese Aufforderung war natürlich nicht ganz ernst gemeint, schließlich wollten die Obergriesbacher und Altomünsterer zeigen, dass sie auch die traditionelle bayerische Blas- und Stimmungsmusik beherrschen. Mit dem „Goasbock-Schottisch“, der langsames und wildes Tempo vereint, dem Zwiefachen „Unser alte Kath“ oder dem Stimmungs-Potpourri „Dein ist mein ganzes Herz“ lieferten die Musiker den Beweis und versetzten das Publikum in beste Laune.

Ein ganz besonderer Moment war auch das Posaunen-Solo von Alexander Lachner, der sich bei der „Bayerischen Polka“ vom Orchester begleiten ließ. Mit den Klassikern „Azzurro“ und „Fürstenfeld“ – unter gleichzeitiger Spendensammlung für Afrika – endete das Brunnenhofkonzert, zumindest das Konzert mit großer Besetzung. Weil viele Gäste nämlich den Abend vor dem Gemeinschaftshaus noch länger genießen wollten, spielte eine kleine Musiktruppe der Obergriesbacher einfach noch ein wenig weiter. Das hatte es beim Brunnenhofkonzert auch noch nicht gegeben. (AN)

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