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Gemeinderat I

01.04.2015

Petersdorf muss Schulden machen

Bis 2018 braucht die Kommune über 1,3 Millionen Euro. Bürgermeister begründet diese Pläne mit großen Maßnahmen

Nicht weniger als zehn Stunden hatte sich der Gemeinderat Petersdorf vorab mit dem Haushalt 2015 beschäftigt. Ehe in der Sitzung am Montag der einstimmige Satzungsbeschluss fiel, kam es nur noch zu einer kurzen Debatte. Unstrittig war, dass es nicht ohne Kreditaufnahme gehen wird. Das wird auch in den nächsten Jahren der Fall sein.

In diesem Jahr muss die Kommune 128000 Euro Schulden machen. 2016 werden es 277000 Euro sein, in den Folgejahren dann 473000 und 478000 Euro. Insgesamt ergibt sich ein Betrag von über 1,3 Millionen Euro. „Das ist für uns eine große Hausnummer“, erläuterte Bürgermeister Richard Brandner. „Dahinter stehen Maßnahmen, die dringend erforderlich sind“, betonte er.

Zu den dicksten Brocken zählt die Ortsdurchfahrt Hohenried. Der Straßenbau allein ist mit 300000 Euro veranschlagt, für den Kanalbau ist im Laufe der Jahre eine halbe Million Euro vorgesehen. Insgesamt 420000 Euro weist die Finanzplanung für den Brunnen in Hohenried aus.

Richard Brandner erinnerte an die drei Termine, bei denen sich das Gremium zusammen mit Kämmerin Sabine Funk mit dem Haushalt befasst hatte: „Der erste Entwurf war nicht finanzierbar, der hätte den Rahmen der Gemeinde gesprengt.“ In den Beratungen wurde darüber gesprochen, was bereits in absehbarer Zeit geschaffen werden sollte und was auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann.

In die Internetversorgung will die Kommune im Laufe der nächsten zwei Jahre eine Million Euro investieren, 760000 Euro sind dabei an Zuschüssen zu erwarten.

An der Mallerbreite in Axtbrunn und auf dem Platz, auf dem früher die Schule in Alsmoos stand, werden Baugebiete in einer Größe von jeweils 6500 Quadratmetern entstehen. Die Gemeinde rechnet nicht damit, dass der letzte Platz im Baugebiet Weiglberg in diesem Jahr veräußert wird. Sollte sich trotzdem ein Käufer finden, wird das Geld in absehbarer Zeit gleich wieder ausgegeben.

In der Hartfeldstraße in Petersdorf stellte ein Landwirt den Antrag, von der Benutzungspflicht der gemeindlichen Wasserversorgung teilweise befreit zu werden. Seine Begründung: Er will einen eigenen Brunnen zur Viehtränke, zur Stallreinigung und zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln nutzen. Simon Plöckl enthielt sich bei der Abstimmung aufgrund verwandtschaftlicher Beziehung, die übrigen zwölf Mitglieder des Gemeinderats stimmten geschlossen dagegen. Man wolle keinen Präzedenzfall schaffen, der andere dazu veranlassen könnte, sich darauf zu berufen. Hätte der Antrag eine Mehrheit gefunden, hätte erst noch ein wasserrechtliches Verfahren durchgeführt werden müssen.

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