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Bürgerversammlung

26.02.2015

Petersdorf muss beim Wasser handeln

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Störfall zeigt, dass die Technik veraltet ist. Das Landratsamt fordert ein Konzept bis Ende 2016. Gemeindechef Richard Brandner informiert über den Start des Breitbandausbaus im Herbst

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stellen für jede Gemeinde eine wichtige Quelle dar. 2014 musste Petersdorf die Erfahrung machen, dass es durchaus zu größeren Schwankungen kommen kann. Darüber informierte Bürgermeister Richard Brandner bei der Bürgerversammlung gestern Abend im Gasthaus Kügle in Petersdorf: „Die Gewerbesteuer ist um 70000 auf 199200 Euro wieder zurückgegangen.“

Insgesamt aber steht die Gemeinde ordentlich da. Der Schuldenstand ging im Jahr 2014 um 34000 auf 184500 Euro zurück. Den Schulden stehen 100000 Euro für einen Bauplatz als Wert gegenüber. Außerdem verfügte die Kommune am 31. Dezember 2014 über ein Guthaben von 780000 Euro.

Die Schülerzahlen im Gemeindebereich sind derzeit stabil. 2015 sollen in der Schule Willprechtszell rund 175000 Euro investiert werden. Es ist geplant, einen neuen Rasenmäher anzuschaffen und die Optik am Gebäude und im Innenbereich zu verschönern. Die undichten Fenster werden ausgetauscht.

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Am Weiglberg in Petersdorf sind 14 der 15 Bauplätze verkauft worden. Es stehen noch Arbeiten bei der Asphaltierung und der Bepflanzung an. Auch soll ein Spielplatz geschaffen werden. Der Bebauungsplan „Alte Schule“ in Alsmoos befindet sich in der Aufstellungsphase. Brandner: „Wer Interesse am Kauf eines Baugrundstücks hat, kann sich vormerken lassen. Es werden circa acht Bauplätze entstehen.“ Die Gemeinde hat derzeit keine freie Gewerbefläche zu verkaufen.

2014 wurde überschattet von der Verkeimung des Versorgungsgebietes Brunnen Petersdorf. Durch eine Chlorung des Trinkwassers wurde das Problem beseitigt. Fazit des Bürgermeisters: „Dieser Störfall zeigte auf, dass die Technik in der Wasserversorgung aus den 60er-Jahren stammt. Ersatzteile für die Schalschranktechnik gibt es nicht mehr. Es muss deshalb dringend umgerüstet werden.“

Für die Feuerwehren wurde eine Anlage zum Waschen, Trocknen und Prüfen der Schläuche gekauft. Kosten: 50000 Euro. Es gibt einen Zuschuss von 16000 Euro.

Zu den wichtigsten Projekten in diesem Jahr gehört der zweite Bauabschnitt der Staatsstraße 2047 mit Radwegeanbau bis Axtbrunn. Beim Breitbandausbau gibt es einen Zuschuss von 770000 Euro. Die Markterkundung ist abgeschlossen, derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet. Im Herbst sollen die Arbeiten starten. Der Löwenanteil wird aber erst 2016 umgesetzt werden. Ziel ist eine Versorgung mit mindestens 30 Mbit/Sekunde.

Die Pläne für die Ortsdurchfahrten von Hohenried und Schönleiten mit Kanal- und Straßenbau werden fortgeführt. Es werden zwei neue Baugebiete mit einer Gesamtgröße von 1,3 Hektar ausgewiesen. Die Bauschuttdeponie bei Willprechtszell muss rekultiviert werden, ein Sammelplatz für Grünabfall ist geplant. Bis Ende 2016 muss man dem Landratsamt ein Konzept für die Sicherung der Wasserversorgung vorlegen, das bis Ende 2018 umzusetzen ist. Beim Brunnen in Hohenried gilt die wasserrechtliche Erlaubnis bis zum 31. Dezember 2019.

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