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28.03.2009

Pkw-Lenker muss andere warnen

Bemerkt ein Autofahrer während der Fahrt einen Motordefekt, der das Fahrzeug immer langsamer werden lässt, muss er andere Verkehrsteilnehmer warnen. Kommt es ohne Warnung zu einem Auffahrunfall, muss er den größten Teil des Schadens tragen. Das geht aus einem Urteil des Kammergerichts Berlin hervor (Az.: 12 U 5/08), auf das der Deutsche Anwaltverein (DAV) hinweist.

In dem Fall wurde ein Autofahrer aufgrund eines Motorschadens auf der Autobahn deutlich langsamer und wechselte von der linken auf die rechte Spur. Kurz bevor er stehen blieb, fuhr ihm ein anderer Fahrer auf. Weder den Warnblinker hatte der Fahrer gesetzt, noch auf andere Weise auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Den Schaden an seinem Wagen wollte der Mann dennoch vom Auffahrenden ersetzt bekommen.

Zwei Drittel Schuld

Damit scheiterte er in der ersten und zweiten Instanz, so der DAV. Bei einem Auffahrunfall spreche nach Auffassung des Gerichts zwar viel für die Schuld des Auffahrenden. In diesem Fall müsse der Kläger aber zwei Drittel des Schadens tragen. Weil er Motorschaden bemerkt und die Fahrspur gewechselt hatte, hätte er die hinter ihm fahrenden Fahrer durch Warnblinker, Bremszeichen oder Hupen warnen müssen.

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