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Kirchenfest

26.06.2017

Pöttmes sagt Pfarrer Kahlig Vergelt’s Gott

MIt einem Festgottesdienst beging Pfarrer Othmar Kahlig sein 50-jähriges Priesterjubiläum in Pöttmes.
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MIt einem Festgottesdienst beging Pfarrer Othmar Kahlig sein 50-jähriges Priesterjubiläum in Pöttmes.
Bild: Vicky Jeanty

 Pfarreiengemeinschaft feiert mit Priesterjubiläum, Patrozinium und Pfarrfest am Sonntag gleich dreifach

von Vicky Jeanty

Pöttmes Mit einem schlichten Vergelt’s Gott dankte Othmar Kahlig für den Festgottesdienst, den man ihm zu Ehren am gestrigen Sonntag in der Pöttmeser Pfarrkirche zelebriert hatte. Eingebettet in das 50. Priesterjubiläum des emeritierten Geistlichen, feierte Pöttmes das Patrozinium St. Peter und Paul und das Pfarrfest.

„Vergelt’s Gott“, das waren auch Pfarrer Thomas Reins erste Worte, die er an den Jubilar richtete. Es gelte, ein Dankeschön auszusprechen für dessen unermüdlichen Einsatz als Geistlicher in der Gemeinde Pöttmes. 25 Jahre lang war Othmar Kahlig Pfarrer in Gundelsdorf und betreute die dazugehörigen Ortsteile. „Selbst im Ruhestand bist du in Rufweite und in Reichweite geblieben“, sagte Rein. Das „Gott zur Ehre und dem Menschen zum Heil“ als Inbegriff des priesterlichen Dienstes habe Kahlig in großer Bescheidenheit vorgelebt. Noch heute hält er Gottesdienste in der Pfarreiengemeinschaft und wirkt als Seelsorger und Gesprächspartner der Senioren im Pflegeheim St. Hildegard.

Othmar Kahligs Predigt war ein Blick zurück auf sein bewegtes Leben, das geprägt war von Flucht und Vertreibung aus dem Sudetenland und dem Bestreben der Familie, in Deutschland eine neue Heimat zu finden. „Meine Mutter hat ein Bettlaken zerschnitten und uns daraus Rucksäcke genäht. Mehr als da reinpasste, durften wir nicht mitnehmen“, sagte er. Es mussten viele Stationen und schwierige Situationen überwunden werden, bevor jeder seinen Weg gefunden hatte. Bereits als Ministrant während seiner Schulzeit im Gymnasium St. Stephan habe er beim Vorlesen des Evangeliums gespürt, was es heiße, anderen etwas mitteilen zu dürfen, sagte Kahlig rückblickend. Auch die Freude am Gottesdienst und den Zeremonien habe in ihm den Wunsch geweckt, das selbst einmal machen zu dürfen. Er wurde 1966 in Dillingen zum Diakon geweiht und trat nach mehreren Zwischenstationen 1986 seinen Dienst in Gundelsdorf an. „Ich kam in eine lebendige Gemeinde, es war schön“, betonte Kahlig, der bis zu seiner Pensionierung vor sechs Jahren im alten Pfarrhaus vor Ort lebte und jetzt eine Wohnung in Pöttmes hat.

„Lasst uns nicht versinken in Gleichgültigkeit und Angst“, hieß es am Ende seiner Predigt. „Vieles überflutet uns, manches ist versunken“, sagte er mit Blick auf die gegenwärtigen Zustände. Umso mehr solle man die Worte des Evangeliums beherzigen, in dem Gottes Wort an Simon Petrus enthalten ist: „Du bist Petrus, der Fels, auf diesen Fels will ich die Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht zerstören.“

Über 40 Ministranten aus Pöttmes und den Ortsteilen, Fahnenabordnungen, Ehrengäste und Besucher zeigten ihre Verbundenheit mit dem beliebten Geistlichen. Stefanie Krammel leitete die Chöre aus Gundelsdorf, Handzell und Pöttmes. Tom Stotko saß an der Orgel. Am Kirchenvorplatz standen Tische und Bänke bereit. Nach dem Mittagessen wartete ein buntes Programm samt Quiz und Tombola auf die Gäste. Der Erlös der Gottesdienstkollekte und des Pfarrfestes geht an Pfarrer Kahlig, der damit einen guten Zweck unterstützt.

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