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Aichach-Friedberg

23.06.2017

Pöttmeser Schulgarten wird für Tag der offenen Gartentür herausgeputzt

Gemeindejugendpfleger Christoph Baumer erklärt Schulleiterin Ursula Werner (Mitte) und Kreisfachberaterin Manuela Riepold, wie der Teich für den Tag der offenen Gartentür aufgepeppt wird.
Bild: Gerlinde Drexler

Die Anlage der Grund- und Mittelschule Pöttmes mit dem grünen Klassenzimmer ist einer von drei Gärten im Wittelsbacher Land, die am Sonntag zu besichtigen sind.

Ein grünes Klassenzimmer haben die Schüler der Grund- und Mittelschule Pöttmes. Es liegt im rund 200 Quadratmeter großen Schulgarten, den die Schüler selber pflegen und in dem auch sie Obst und Gemüse anbauen. Beim Tag der offenen Gartentür am Sonntag, 25. Juni, ist der Schulgarten einer von drei Gärten im Landkreis, die besichtigt werden können.

Den Schulgarten gibt es schon seit rund 20 Jahren. Er hat bewegte Zeiten hinter sich, denn nicht immer finden sich genug Freiwillige, die sich Zeit für ihn nehmen. Schulleiterin Ursula Werner erinnert sich: Vor sechs Jahren, als sie neu an die Schule kam, sei der Garten ziemlich verwildert gewesen.

Dass der Schulgarten sich jetzt wieder so schmuck präsentiert, verdankt er vielen Helfern. Zum einen Jutta Kirmeier, die zusammen mit anderen Eltern in monatelanger Arbeit den Garten vor rund sechs Jahren wieder auf Vordermann brachte. Der Schulförderverein stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung, damit der zugewachsene Teich wieder neu angelegt werden konnte.

Und nicht zuletzt waren es die Schüler selbst, die kräftig mithalfen. Die Entwürfe für das Pflaster der kleinen Terrasse, auf dem heute das „grüne Klassenzimmer“ steht, haben die Schüler selbst erarbeitet. Geplant und berechnet hatten die Siebtklässler alles im Mathematikunterricht. Die Pflasterarbeiten erledigten sie mit Unterstützung des Hausmeisters in ihrer Freizeit.

Aktuell sind es vor allem die Schüler der fünften und sechsten Klassen, die sich zusammen mit Gemeindejugendpfleger Christopher Baumer um den Schulgarten kümmern. Baumer verwendet einen Teil seiner Kooperationsstunden mit der Schule für den Garten. Unter seiner Regie fanden auch die Hochbeete, die ursprünglich beim Jugendtreff in Pöttmes standen, im Schulgarten einen neuen Standort.

In den Beeten im hinteren Teil des Gartens wachsen Erdbeeren, Brotzeitgurken und Tomaten. Auch Zucchini hat Baumer zusammen mit den Schülern angepflanzt. Geerntet und verwertet wird gemeinsam. Die Äpfel zum Beispiel werden zu Saft verarbeitet, der an die Schüler ausgegeben wird.

Unterricht im „grünen Klassenzimmer“ ist bei Schülern beliebt

Sehr beliebt sei der Garten bei den Schülern, erzählt Schulleiterin Werner. Das „Klassenzimmer“ wird tatsächlich für Unterricht im Freien genutzt. Die Tafel dafür ist in einem kleinen Gartenhaus untergebracht, wo auch der Grill für Sommerfeste im Schulgarten steht. Die kleine Rasenfläche nutzen die Schüler zum Lesen oder Malen.

Den Teich hat Baumer gemeinsam mit den Schülern für den Tag der offenen Gartentür herausgeputzt. Das Wasser war abgepumpt worden, damit er sauber gemacht werden konnte. Auch neue Teichpflanzen hat Baumer besorgt. Mittelfristig plant er einen Umbau des Teiches.

Für Manuela Riepold, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, ist der Schulgarten ein wertvolles Projekt. Es gebe immer mehr Familien, die gar keinen Garten oder nur noch Ziergärten haben, weiß sie aus Erfahrung. Die Folge: „Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder wissen, woher das Essen kommt.“

Darüber, dass der Schulgarten beim Tag der offenen Gartentür besichtigt werden kann, freut sich die Kreisfachberaterin besonders. „Es ist mir immer ein Anliegen, dass auch Projekte wie Schul- oder Vereinsgärten dabei sind.“ Man könne zeigen, welche Möglichkeiten trotz der engen Lehrpläne bestehen, den Kinder das Thema Garten näher zu bringen, sagt Riepold.

Gerade das ist aber gar nicht so einfach. Schulleiterin Werner erklärt warum: „Wir kriegen gar nicht die Lehrerstunden, um das anbieten zu können.“ Projekte wie den Schulgarten könnten sie nur noch umsetzen, weil „wir immer Menschen finden, die das auf freiwilliger Basis machen“. Deshalb ist sie auch so froh über die Unterstützung durch Baumer.

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