1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Polizei warnt: Gleis nicht bei geschlossener Schranke überqueren

Polizei Schrobenhausen

24.02.2019

Polizei warnt: Gleis nicht bei geschlossener Schranke überqueren

Immer wieder kommt es zu Unfällen an Bahnübergängen. Oft spielt dabei Leichtsinn eine Rolle. Die Polizei Schrobenhausen nimmt einen aktuellen Fall zum Anlass, vor Leichtfertigkeit zu warnen.
Bild: Symbolfoto: Angela Häusler

Ein Fußgänger und vier Jugendliche überquerten in Schrobenhausen trotz geschlossener Schranke ein Gleis. Die Polizei warnt und erinnert an ein Unglück im August.

Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass in Schrobenhausen ein schreckliches Unglück geschah, das bayernweit für Betroffenheit sorgte: Ein 14-jähriger Schüler wurde mit seinem Fahrrad am Bahnübergang an der Neuburger Straße vom Zug erfasst und getötet. Er war auf einem Trampelpfad an den geschlossenen Schranken vorbeigeradelt. Sein Zwillingsbruder und ein Freund mussten das Drama mitansehen. Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei Schrobenhausen erneut vor lebensgefährlicher Unvernunft an Bahnübergängen – aus aktuellem Anlass.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Ein Autofahrer hielt am Samstag an der Bürgermeister-Götz-Straße in Schrobenhausen an. Der Bahnübergang an der Pöttmeser Straße war für die Züge geschlossen, die um 17.27 beziehungsweise 17.28 Uhr vom Bahnhof Schrobenhausen abfahren. Auch die Schranken für die Fußgänger waren geschlossen. Auf der Seite der Bürgermeister-Götz-Straße warteten fünf Personen, ein älterer Mann und vier Jugendliche.

Älterer Fußgänger geht vor, Jugendliche laufen ihm nach

Wie der Autofahrer der Polizeiinspektion Schrobenhausen mitteilte, lief der ältere Mann um die Schranke herum und überquerte die Gleise in Richtung der Firma Bauer. Die vier Jugendlichen taten es ihm anschließend nach. Der Autofahrer rief den Personen laut Polizei nach, erntete jedoch nur eine abwertende Geste des älteren Mannes.

Polizei erinnert an Tod eines 14-Jährigen im August

Die Schrobenhausener Polizei weist eindringlich daraufin, dass das Überqueren der Gleise bei geschlossener Schranken verboten ist. Durch diese törichte Handlung bringe man nicht nur seine eigene Gesundheit und sogar sein Leben in Gefahr, sondern gefährde auch andere Personen, so die Beamten. Wer nicht warten wolle, solle sich in die Lage eines Zugführers versetzen, der mit seinem Zug eine Person frontal erfasse. (nsi)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren