Newsticker

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Polizeieinsatz: Kampfhund muss ins Heim

03.06.2009

Polizeieinsatz: Kampfhund muss ins Heim

Königsbrunn Einfacher als erwartet war es gestern für einen Einsatztrupp von Polizei und Feuerwehr, einen Kampfhund in Königsbrunn einzufangen und ins Tierheim zu bringen. Geholfen hat vielleicht, dass das "Herrchen" gerade in der Arbeit war. Ansonsten zeigte der Bullterrier nämlich wiederholt fletschend und knurrend jedem seine Zähen, der sich seinem 25-jährigen Besitzer auch nur näherte - sei es wartend vor einer Bank, sei es beim Spaziergang durch die Stadt.

Nicht immer war das Tier dabei angeleint. Auch nicht, als eine Streifenbesatzung den Hundehalter vor zwei Wochen mitten in der Stadt darauf ansprach. Doch gute Worte nutzten offenbar wenig. Erstens machte der Bullterier jedem Fremden klar, dass sein Herrchen nicht zu sprechen ist. Zweitens wollte sich der Besitzer auch kein sogenanntes Negativzeugnis beschaffen, welches die Ungefährlichkeit des Tieres belegt. Dass sein Liebling ungefährlich ist, davon ist der junge Türke jedoch überzeugt. Tatsächlich schien der Hund auf sein Wort genau zu hören. Angefallen und gebissen hat er bislang noch niemanden. Für Polizeichef Maximilian Wellner war der Zustand aber dennoch untragbar. Er ist froh, dass das Ordnungsamt von Königsbrunn rasch die rechtlichen Voraussetzungen schuf, den Kampfhund sicherzustellen und seinem Besitzer die weitere Haltung zu verbieten.

"Wir können nicht warten, bis es zu einem Zwischenfall kommt"

Maximilian Wellner sagte nach der Aktion am Vormittag: "Wir können nicht warten, bis es zu einem ernsten Zwischenfall kommt. Die Gefahr für Bürger ist einfach zu groß. Es ist allgemein bekannt, über welche Beißkraft derartige Tiere verfügen und welche Verletzungen, sogar tödliche, diese den Menschen beibringen können."

Gegen 10 Uhr klingelten Beamte der Polizeiinspektion Bobingen und der Diensthundestaffel an einer Wohnungstür an der Haunstetter Straße in Königsbrunn. Dort war das Tier bei einer Bekannten untergebracht, wenn der Halter bei der Arbeit war. Die Frau übergab den Bullterier den Beamten und brav lies sich der Hund von der Feuerwehr ins Tierheim fahren.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren