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Petersdorf/Pöttmes

04.03.2020

Poststeig: Gefährlicher "Bergpass" soll entschärft werden

Der „Poststeig“ ist der höchste Punkt des bewaldeten Höhenrückens zwischen Axtbrunn und Osterzhausen. Seit Jahrzehnten ist der Ausbau der kurvigen und unfallträchtige Staatsstraße ein Thema.
Bild: Erich Echter

Plus Der kurvige, enge und unfallträchtige Anstieg der Staatsstraße zwischen Axtbrunn und Osterzhausen soll sicherer werden. Wann mit dem Bau begonnen werden könnte.

Der einzige „ Bergpass “ im Wittelsbacher Land ist ziemlich steil und eng, sehr kurvig und dazu noch in einem schlechten baulichen Zustand. Doch das soll sich ändern. Die Planungen für den Ausbau der Staatsstraße im unfallträchtigen Abschnitt über den sogenannten Poststeig zwischen Axtbrunn (Gemeinde Petersdorf ) und Osterzhausen (Markt Pöttmes ) stünden vor dem Abschluss, berichtete Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko jetzt auf einer CSU-Wahlveranstaltung im Petersdorfer Ortsteil Willprechtszell.

Seit Jahrzehnten wird die Neutrassierung der Strecke über den Höhenzug zwischen den beiden Tälern von Axt und Kleiner Paar von Bürgern und Kommunalpolitikern vehement gefordert. Mittlerweile hat die wellige und ausgefahrene Straße fast keinen Grip mehr und ist besonders bei Regen und im Winter rutschig und glatt. Immer wieder ereignen sich dort Verkehrsunfälle und für Radler ist die Passage besonders gefährlich. Beim zuständigen Staatlichen Bauamt in Augsburg ist das natürlich bekannt. Der Ausbau ist allerdings nicht in der ersten Dringlichkeitsstufe des aktuell geltenden Ausbauplans für die Staatsstraßen in Bayernhalten aufgelistet, sondern in „Stufe 2“. Das bedeutet: Baustart frühestens 2025.

Poststeig: Petersdorf, Pöttmes und Baar bauen einen Radweg

Durch eine Initiative der Anlieger-Gemeinden Petersdorf und Pöttmes sowie des benachbarten Baar , dort selbst einen Radweg an der Staatsstraße über den Berg zu bauen, ist das Projekt allerdings beschleunigt worden. Normalerweise baut der Freistaat auch begleitende Radwege an Staatsstraßen. Die Kommunen hier gehen dagegen in Vorleistung und bekommen dafür einen Zuschuss. Da der Radweg und die neue Straßenführung zusammenpassen müssen, könnte das Bauamt die frühere Realisierung aus wirtschaftlichen Gründen rechtfertigen. Mit dem gleichen Konstrukt ist der Ausbau eines Teilstücks der Staatsstraße bis zum Poststeig-Anstieg bei Axtbrunn 2014 und 2015 vorgezogen worden.

Der Ausbau der  Staatsstraße 2047 von Osterzhausen nach Axtbrunn wird geplant.
Bild: Erich Echter

Das Straßenbauamt startete 2018 mit der Vorplanung für den Poststeig. Auf den Entwurf folgt ein Planfeststellungsverfahren und dann eine Ausführungsplanung. Laut Tomaschko sind bei den Planungen noch Abstimmungen notwendig. Da in Baar und Pöttmes mit der Kommunalwahl ein Bürgermeisterwechsel anstehe, sei es sinnvoll, mit den beiden neu gewählten Rathauschefs sowie mit Bürgermeister Dietrich Binder aus Petersdorf ein gemeinsames Gespräch zu führen, so Tomaschko in einer Mitteilung. Der Ausbau sei wichtig für die Sicherheit, deshalb werde man sich auch in Zukunft gemeinsam und mit Nachdruck für dieses Straßenbauprojekt einsetzen, versicherte der Landtagsabgeordnete.

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