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Kirche

20.08.2018

Predigt und Fürbitten auf Bayerisch

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2 Bilder
Der spontan gebildete Chor probte vier Mal für den Gottesdienst: (linkes Bild von links) Sabine Barl (Liedauswahl), Birgit Balleis, Maria Vetter, Andrea Oßwald, Monika Oßwald, Daniela Eibel und Angelika Higl. Die Musiker: (rechtes Bild von links) Paul Golling (Kontrabass), Andrea Neumaier (Gitarre) und Jürgen Vetter (Cajon); dahinter Lektorin Agnes Gall.

Bei der bayerisch gestalteten Messe im Affinger Ortsteil Haunswies ist manches anders als in anderen Gottesdiensten

Ein Gottesdienst der „etwas anderen Art“, wie es in der Ankündigung hieß, fand am Samstag in der Pfarrkirche im Affinger Ortsteil Haunswies statt. Die Messfeier wurde bayerisch gestaltet. Verbunden damit war die Einladung an die Gottesdienstbesucher, in Tracht zu erscheinen. Einige machten denn auch davon Gebrauch.

Wie war es zu der Idee gekommen? Andrea Neumaier erzählte: „Eigentlich ist das Akkordeonspielen schuld daran.“ Sie, Angelika Higl und Sabine Barl spielen Akkordeon und wollten gerne mal miteinander spielen. „Weihnachten, in der Kirche“, war die Idee von Andrea Neumaier. Doch das dauerte Angelika Higl viel zu lang. So hatten die drei Damen die Idee, einen Gottesdienst bayerisch – eben mit Akkordeon – zu gestalten. Hinzu kamen spontan einige Sängerinnen aus Haunswies und weitere musikalische Unterstützung durch Kontrabass, Querflöte, Gitarre und unterstützende Percussion.

Allerdings wurde durchaus modernes geistliches Liedgut gespielt: Viele Lieder von Kathi Stimmer-Salzeder waren vertreten. Zum Abschluss der Messe spielten Angelika Higl und Andrea Neumaier ein traditionelles bayerisches Stück. Wie weit kann eine „bayerisch gestaltete“ Messe gehen? Pfarrer Martin Gall, Pfarrer in Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) und gebürtiger Haunswieser, begrüßte die Gottesdienstbesucher in unkompliziertem Dialekt. Auch in der Predigt sprach er die Menschen so an. Er verband die Themen „dahoam“ und besonderes Essen, das es nur „dahoam“ gebe, mit dem Angebot, sich auch bei der Eucharistiefeier daheim zu fühlen. Sie sei auch als Einladung zum gemeinsamen Mahl zu sehen.

Lektorin Agnes Gall sprach auch die Fürbitten im Dialekt. Dabei wurde sie vom Chor und einigen Instrumenten begleitet. Gerade der Wechsel zwischen Dialekt und Hochdeutsch brachte eine gewisse Spannung und damit vielleicht eine andere Art von Zuhören in den Gottesdienst. Die kurze, prägnante Predigt sorgte vermutlich für eine besondere Aufmerksamkeit. (chsm)

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