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Kühbach

26.05.2020

Protest gegen Kläranlage bei Paar: Werner Böhm gibt nicht auf

Die Verbandskläranlage der Gemeinden Kühbach und Inchenhofen soll im Sommer in Betrieb gehen. Werner Böhm startete kürzlich das dritte Bürgerbegehren dagegen.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Der Kühbacher Werner Böhm kämpft weiterhin gegen die inzwischen fast fertige Kläranlage bei Paar. So geht es jetzt weiter.

Seinen Kampf gegen die neue Kläranlage des Zweckverbandes Paartal, die Kühbach und Inchenhofen gemeinsam betreiben, gibt Werner Böhm nicht auf. Sobald die Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie gelockert würden, werde er seine Unterschriftensammlung für ein drittes Bürgerbegehren fortsetzen, kündigt er in einem Schreiben an die Aichacher Nachrichten an. Außerdem hat er eine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht und eine Strafanzeige gegen Johann Lotterschmid gestellt, den langjährigen Kühbacher Bürgermeister.

Mit zwei Bürgerbegehren ist Böhm schon gescheitert

Mit zwei Bürgerbegehren gegen den Bau der inzwischen fast fertigen Anlage ist Böhm gescheitert. Der Kühbacher Rat lehnte sie jeweils wegen rechtlicher Mängel ab. In mehreren Verfahren vor Verwaltungsgerichten blitzte er mit Klagen gegen die Nichtzulassung ab. Klein beigeben will Böhm jedoch nicht. Weil für die Abwassersicherheit keine neue Kläranlage notwendig sei, seien keine Ausnahmen im Bereich Natur- und Landschaftsschutz, Überschwemmungs- oder Erholungsgebiet nötig, schreibt er. Konkret verweist Böhm auf die Altwasser an der Paar als schützenswertes Gut oder das Naherholungsgebiet Radersdorfer See. Daneben werde die Kläranlage gebaut.

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Seine Forderung: „Die Anlage ist illegal und der Betrieb darf nicht gestattet werden.“ Rund 1,5 bis zwei Millionen Euro würde eine technische Überholung sowie ein Ausbau der Kläranlage im Hauptort auf dem Gelände der Brauerei Kühbach und der im Ortsteil Paar auf 6800 Einwohnerrichtwerte kosten, so Böhm. Den Beitrag für die neue Kläranlage, für die Kühbach Bescheide an die Grundstückseigentümer verschickte, weigert er sich zu zahlen. Er klagt dagegen vor dem Verwaltungsgericht.

Werner Böhm zeigt Hans Lotterschmid an

An die Staatsanwaltschaft Augsburg richtete er seine Strafanzeige gegen Lotterschmid wegen Untreue und Betrugs. Begründung: Im Rahmen von Bürgerversammlungen sei dem früheren Bürgermeister mehrfach mitgeteilt worden, dass der Neubau unverhältnismäßig hohe Kosten verursache. Auch habe die Brauerei Kühbach signalisiert, dass sie grundsätzlich zu einer weiteren Zusammenarbeit bei der Abwasserbeseitigung bereit sei.

Auf Nachfrage fällt Lotterschmids Kommentar zu Klage und Strafanzeige kurz aus: „Dem sehe ich gelassen entgegen.“

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