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Sitzung

11.05.2018

Punkte sammeln für den Bauplatz in Sielenbach

In Sielenbach gibt es mehr Bewerber für Bauland, als die Gemeinde zu vergeben hat. Das neue Baulandmodell sieht Vergabekriterien nach einem Punktesystem vor.
Bild: Jens Schierenbeck, dpa

Gemeinderat beschließt neues Baulandmodell. Für die Vergabe einer Bauparzelle zählen nicht nur der Wohnort oder die Zahl der Kinder

Viele Punkte gibt es für das ehrenamtliche Engagement von Bewerbern. Das war der Gemeinde Sielenbach bei den Vergabekriterien für Bauplätze sehr wichtig. In der Sitzung am Dienstagabend beschloss der Gemeinderat einstimmig das neue Baulandmodell. Das letzte Wort bei der Vergabe hat immer noch der Gemeinderat. Er kann in Einzelfällen entscheiden.

Mehr Bewerber als Bauplätze – diese Situation kennt nicht nur die Gemeinde Sielenbach. Bei der Frage, an wen die Bauplätze vergeben werden sollen, kann sich die Gemeinde künftig an den Ergebnissen der neu beschlossenen Vergabekriterien orientieren. Punkte bekommen Bewerber zum Beispiel, wenn sie bereits in der Gemeinde wohnen oder sich in Vereinen ehrenamtlich engagieren. Auch für Kinder oder Menschen mit Behinderung im Haushalt werden Punkte vergeben.

Nadine Bromberger von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Dasing, erklärte dem Gemeinderat die Abwicklung: Verfügt die Gemeinde über Grundstücke, wird sie das zusammen mit einer Bewerbungsfrist öffentlich bekannt machen. Um einen Bauplatz bewerben kann sich nur, wer bisher noch nie von der Gemeinde ein Grundstück bekommen hat. Ausgeschlossen sind auch diejenigen, die bereits einen Baugrund haben oder deren Eltern ein Grundstück besitzen. Bromberger weiter: „Alle Bewerbungen werden nach den Kriterien in eine Reihenfolge gebracht. Die mit den meisten Punkten bekommen den Platz“, so Bromberger. Ein Rechtsanspruch auf einen Bauplatz bestehe allerdings nicht, betonte sie. „Der Gemeinderat kann im Einzelfall entscheiden.“

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Zweiter Bürgermeister Franz Moser wies darauf hin, dass die Einführung des Baulandmodells kein Wunsch der Gemeinde war, sondern aufgrund der Vorgaben aus Brüssel notwendig wurde. Sein Appell: „Wer keinen Platz bekommt, soll sich an Brüssel wenden und nicht an den Bürgermeister.“ Rund 70 Interessenten gibt es bereits für das geplante Wärmenetz für den südöstlichen Teil von Sielenbach. Bürgermeister Martin Echter war überzeugt, dass die Zahl der Interessenten noch steigen wird. Auch die Gemeinde selbst überlegt, Kinderkrippe, Kindergarten und das Vier-Familien-Sozialwohnhaus anzuschließen. Der Gemeinderat stimmte einer Absichtserklärung zu.

Die Gebäude werden bisher mit nachwachsenden Rohstoffen beheizt und wurden teilweise erst vor rund fünf Jahren dafür umgerüstet. Josef Kreppold fasste die Meinung des Gremiums zusammen: „Die Gemeinde muss als Vorreiter vorausgehen. Deswegen gibt es keine andere Entscheidung als anzuschließen.“ Ob auch ein Anschluss der Schule möglich ist, will sich Bürgermeister Echter erkundigen. Rund 4500 Meter lang wird das Leitungsnetz sein, das dafür im südöstlichen Teil von Sielenbach verlegt werden muss. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Nach den Wärmenetzen von Andersbach für Sielenbach-West, Schafhausen für das Gewerbegebiet, dem Weiler Raderstetten und dem Biogas Nahwärmenetz in Tödtenried wäre damit bereits das fünfte Wärmenetz in der Gemeinde in Betrieb.

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