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20.11.2013

Radweg eröffnet Perspektive

Aktionsgemeinschaftwill in den Aindlinger Marktgemeinderat

Aindling Eine neue Gruppierung möchte in der Aindlinger Kommunalpolitik mitmischen. Benjamin Schröter aus dem Ortsteil Hausen hat zusammen mit drei Mitstreitern die „Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling“ gegründet. Wie der 33-Jährige auf AN-Anfrage sagt, plant die Gruppierung im Dezember eine Nominierungsveranstaltung, um eine Liste für den Marktgemeinderat zu präsentieren. Damit diese zur Kommunalwahl im März zugelassen wird, muss die Aktionsgemeinschaft aber eine hohe Hürde überwinden und mindestens 80 Unterstützer gewinnen. Dazu wird eine Unterschriftenliste für einen bestimmten Zeitraum vor der Wahl im Rathaus ausgelegt. „Das wird natürlich schwer“, sagt Schröter, dennoch sind er und seine Mitstreiter entschlossen, es zu probieren.

Schröter ist gebürtiger Münchener und wohnt seit 2009 in Aindling. Er arbeitet als Leiter der Liegenschaftsverwaltung in der Stadtverwaltung Neusäß. Wie er sagt, möchte die Aktionsgemeinschaft bei den Aindlingern vor allem mit drei Themen punkten: Familie, nachhaltige Entwicklung und Transparenz.

Schon länger setzt Schröter sich mit mehreren Ortsteilbewohnern für einen Radweg von Hausen nach Weichenberg ein. Ende 2011 sprach die Gruppe bei einem Treffen mit Aindlings Bürgermeister Tomas Zinnecker im Rathaus über das Vorhaben. Danach organisierte sie eine Befragung der Bürger im südlichen Teil der Marktgemeinde. Schröter sagt: „Wir hatten guten Zuspruch.“ Bei der Bürgerversammlung in Stotzard Anfang 2012 hieß es aber vonseiten der Gemeinde, dass kein Geld für den Fahrradweg da sei.

Bei Schröter und seinen Mitstreitern entstand daher die Idee, mit einer Aktionsgemeinschaft selbst Einfluss auf die lokale Politik zu nehmen. Der Radweg stehe dabei sinnbildlich für das Thema Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung, dem Schröter und seine Mitstreiter sich verschrieben haben. Zudem schwebt ihnen vor, Bürgerdialoge zu organisieren. „Wir wollen alle einladen, damit sie ihre Bedürfnisse mitteilen.“ Dabei sollen auch der Gemeinderat und die Verwaltung eingespannt werden. Sollte die Gruppierung genug Unterstützer finden, wäre sie die fünfte, die eine Liste für die Wahlen stellt. Zurzeit sind im Gemeinderat die CSU/Freie Wählergemeinschaft, der Bürgerwille ’76, die Parteilosen Wähler und die SPD vertreten.

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