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Rehling

02.06.2009

Raiba trotzt Bankenkrise mit Steigerungsraten

Eine ausgezeichnete Bilanz mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten in allen Bereichen präsentierte die Raiffeisenbank Rehling den Genossenschaftsmitgliedern bei der Generalversammlung in der fast voll besetzten Sporthalle in Oberach. Dass es ein sehr schwieriges Jahr war, verhehlten weder Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schmidberger noch der Vorsitzende, Paul Sedlmair. Von Josef Abt

Rehling Eine ausgezeichnete Bilanz mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten in allen Bereichen präsentierte die Raiffeisenbank Rehling den Genossenschaftsmitgliedern bei der Generalversammlung in der fast voll besetzten Sporthalle in Oberach. Dass es ein sehr schwieriges Jahr war, verhehlten weder Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schmidberger noch der Vorsitzende, Paul Sedlmair.

Umso stolzer sei man, mit positiven Zahlen dem negativen Trend getrotzt zu haben. "Wir sind eine gesunde Bank und darauf dürfen wir alle, einschließlich euch Mitgliedern, stolz sein", sagten Schmidberger und Sedlmair. 18 Genossenschaftsmitglieder aus Rehling und Hollenbach starben im Berichtszeitraum. Eine besondere Würdigung gab es für den am 6. Dezember vergangenen Jahres plötzlich verstorbenen Dr. Christian Siedler, Freiherr von Schaezler. Da er Mitglied des Aufsichtsrates war, musste ein Nachfolger bestimmt werden. Einstimmig wurde ein Landwirt aus Au, der 33-jährige Klaus Jakob, gewählt. Neben ihm und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Josef Schmidberger, sind in dem Gremium Michael Haas und Karl Katzenschwanz vertreten (Hollenbach).

Bilanzsumme gesteigert

Raiba trotzt Bankenkrise mit Steigerungsraten

Trotz Wirtschaftskrise und Rezession kann die Raiffeisenbank unerwartete Steigerungsraten vorweisen. Die Bilanzsumme konnte von 138 auf 152 Millionen Euro gesteigert werden, ein Plus von 9,8 Prozent. Als größter Posten auf der Aktivseite stehen die ausgereichten Kredite von 90 Millionen Euro. Kassenbestand und Guthaben bei der Zentral- und Bundesbank sind mit 25,2 Millionen Euro ausgewiesen. Die Wertpapiere ergaben zum Jahresende einen Bestand von 29,1 Millionen Euro. Die Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattungen stehen mit 1,5 Millionen Euro in der Bilanz. Der Warenbestand in den beiden Lagerhäusern in Rehling und Hollenbach ergibt zum Jahresende 1,6 Millionen Euro.

Auf der Passivseite sind als größter Posten wieder die Einlagen der Kunden ausgewiesen, die um 10,2 Prozent auf 15 Millionen Euro anwuchsen. Einen Grund dafür sieht man in den Verwerfungen auf den Finanzmärkten. Auf 25 Millionen Euro belaufen sich die aufgenommenen Kredite, im Wesentlichen die an die Kunden weitergeleiteten Programmkredite von der LFA, KFW und Rentenbank.

Rücklagen 9,2 Millionen Euro

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder der Raiffeisenbank Rehling betrugen zum Jahresende fast 1,5 Millionen Euro. 98 neue Mitglieder traten bei, 31 Mitglieder starben oder kündigten, sodass am Jahresende 3182 Mitglieder registriert waren. Die Rücklagen betragen nun 9,2 Millionen Euro.

Trotz allgemein sinkender Zinsen wurden im Jahr 2008 den Genossenschaftskunden 495 000 Euro mehr Zinsen ausbezahlt (Summe: 3,9 Millionen Euro). In der Gewinn- und Verlustrechnung stehen Abschreibungen für Gebäude und Betriebsausstattung mit 117 000 Euro, Verwaltungs- und Personalkosten 2,3 Millionen Euro, 150 000 Euro Steuern waren für 2008 zu zahlen. Ein Reingewinn in Höhe von 172 000 Euro wird ausgewiesen.

Die Gewinnverwendung sieht vor, dass 6,5 Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben ausbezahlt werden (in der Summe 95 000 Euro), der Restbetrag von 77 000 Euro wird den Rücklagen zugeführt. Eine Steigerung um 41,1 Prozent auf 8,3 Millionen Euro gab es beim Warenumsatz. Das Umsatzplus ist teilweise auf stark gestiegene Preise, insbesondere bei Düngemittel und Heizöl zurückzuführen.

Da sich das Getreidegeschäft immer mehr ausweitet, wurde mit der Erweiterung der Getreidehalle in Oberach begonnen. Der Bau hat 960 Quadratmeter Grundfläche und kostet 300 000 Euro.

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