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Gemeindeentwicklung

30.07.2018

Rasen wird in Petersdorf zum Schmetterlingsparadies

Verkehrsinsel_nachher.jpg
3 Bilder
An der Verkehrsinsel beim Gemeindezentrum Peterdorf wurde auf die Pflanzenmischung aus Katzenminze und Ackerringelblumen gesetzt. Diese vermehren sich selbstständig und bilden mit wenig Arbeitsaufwand einen dichten Blütenteppich. Über das Ergebnis freuen sich (von links) Sieglinde Riegl, Monika Held, Markus Ehm und Regina Kaiser vom Arbeitskreis.
Bild: Markus Ehm

Arbeitskreis  will möglichst viele triste Grünflächen zum Blühen bringen. Auch Privatleute machen schon mit. Erste Erfolge sind in bunten Farben zu sehen

Aufblühen sollen Verkehrsinseln und andere Grünflächen in der Gemeinde Petersdorf. Das hat sich der Arbeitskreis (AK) „Umwelt, Naherholung und Nahmobilität“ vorgenommen, der sich im Rahmen des derzeit laufenden Gemeindeentwicklungskonzeptes gegründet hat. Im Frühjahr haben Aktive des Arbeitskreises schon Flächen umgestaltet. Kürzlich trafen sie sich wieder, um zu schauen, wie sie sich entwickeln.

Der AK hat sich zur Aufgabe gesetzt, mehr natürliche Vielfalt in die Gemeinde zu bringen. Gemeinsam mit Bürgermeister Dietrich Binder wurden zunächst einige kleine kommunale Flächen ausgewählt, um zu testen, wie sich die Blüh- und Samenauswahl auf der Fläche entwickelt. Dabei legten sie Wert darauf, dass die Blühflächen nicht zusätzlichen Arbeitsaufwand mit sich bringen und durch fachgerechte Pflege in den Folgejahren sogar mit deutlich weniger Pflege auskommen können. Die bunten Flächen sollen eine optische Aufwertung im Dorf darstellen, so AK-Sprecher Markus Ehm, und durch die richtige Auswahl heimischer Saatgutmischungen sollen sie außerdem eine ökologische Bereicherung gerade für die Insektenwelt sein.

Bereits im Frühjahr hatte die Gruppe mit einem Impulsvortrag zu Blühflächen und dem viel berichteten Insektensterben das Thema aufgegriffen. Der Vortrag sollte zum einen die Diskussion versachlichen und zum anderen die Zuhörer motivieren, dass in den Gärten wieder Blumen blühen dürfen und Insekten einen reich gedeckten Tisch finden. Denn auch die Klein- und Hobbygärtner tragen mit ihrer Art und Weise der Nutzung dazu bei, dass Schmetterlinge, Bienen und Vögel überleben können, so Ehm.

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Getragen vom Impuls des Vortrags und der Beratung des Arbeitskreises haben sich Martina und Josef Scheel dazu entschlossen, eine Rasenfläche vor ihrem Haus in ein Schmetterlingsparadies zu verwandeln. Josef Scheel hat dazu heimisches Saatgut organisiert und die Fläche mit einer Gartenfräse vorbereitet. Nach der Einsaat heißt es nun Geduld haben und regelmäßig wässern. Wie Ehm betont, kann es bei hochwertigem Saatgut allerdings ein bis zwei Jahre dauern, bis eine Fläche erblüht; einige Blumen müssen sich erst etablieren. Der Vorteil laut Ehm: Der Arbeitsaufwand ist deutlich geringer als bei einem „Golfplatzrasen“ und die Fläche ist auch noch eine Bereicherung fürs Auge und das ganze Dorf.

„Der Garten ist Ausdruck der Persönlichkeit des Besitzers. Einige sprechen auch davon, dass man das Seelenleben eines Menschen in seinem Garten erkennt“, sagt Markus Ehm. Man könne feststellen, dass das Interesse an einer naturnahen Gestaltung des Gartens in letzter Zeit wieder zugenommen habe und viele kleine Initiativen von Hausbesitzern schon tolle Erfolge in den Dörfern sichtbar machen, freut sich Ehm. Und so wächst nicht nur bei Familie Scheel eine Blumenwiese heran. Im Herbst sollen an ausgewählten Standorten in den Petersdorfer Ortsteilen weitere Flächen in „Blühflächen“ verwandelt werden.

Kontakt Wer Lust hat, Zeit oder Ideen miteinzubringen, kann sich bei der Gemeinde Petersdorf unter Telefon 08237/952530 oder beim AK Umwelt per E-Mail an ak.umwelt@meinpetersdorf.de melden. Nähere Informationen zum Gemeindeentwicklungskonzept und den Arbeitskreisen gibt es unter: www.meinpetersdorf.de

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