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Wettbewerb

17.07.2018

Regen macht Pause für Spektakel am Auer Berg

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3 Bilder
Mit einer Spezialkonstruktion tritt Robert Forster an: Auf diesem Fahrzeug geht es liegend den Berg hinunter. In das Gefährt wurden sehr viele Arbeitsstunden gesteckt.
Bild: Josef Abt

Zum fünften Mal stürzen sich beim 5. Auer Seifenkistenrennen mutige Fahrer auf selbstgebauten Gefährten den steilen Berg hinab.

Sie haben es im Vorfeld schon angekündigt, dass sie wieder um den Titel beim Seifenkistenrennen in Au (Gemeinde Rehling) kämpfen werden: der Titelverteidiger in der Klasse U18, David Happacher, und sein stärkster Kontrahent Benedikt Bachmeir, im vergangenen Jahr noch auf Rang drei. Es waren keine leeren Versprechen: David Happacher ist wieder der Schnellste, ganz nach seinem Motto „wer bremst, verliert“. Benedikt Bachmeir landet, zeitgleich mit Johannes Lindermeier, auf dem zweiten Platz. Auch in der Klasse über 18 Jahren verteidigt Vorjahressieger Herbert Becker aus Au seinen Titel.

Es ist wieder ein großes Spektakel am Auer Berg. Fast wäre es abgesagt worden: Kurz vor dem Start gibt es erste Gewitterschauer. Die Verantwortlichen blicken sorgenvoll zum Himmel. Viel Arbeit steckt in den Vorbereitungen: Den Sicherheitsmaßnahmen am Berg, wo unzählige Strohballen die Strecke sichern, Lautsprecheranlagen, Start-, Ziel- und Zwischenstationen sind eingerichtet und für Essen und Trinken ist gesorgt. Eine nasse Asphaltdecke wäre aber zu riskant für die Fahrer gewesen. Der Start wird um eine halbe Stunde verschoben. Und plötzlich klart es auf und die Straße ist im Nu wieder trocken.

Zwischenzeitlich haben sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die sich entlang der Rennstrecke den besten Platz aussuchen, um ihren Favoriten anzufeuern. Am Start nimmt Carolin Sturm die Anmeldungen entgegen: Es sind viele jungen Burschen, überwiegend aus der Gemeinde, die sich mit recht unterschiedlichen fahrbaren Untersätzen auf der Rennstrecke messen wollen. Von überall her werden sie angekarrt, die Fahrzeuge, die in den vergangenen Wochen entweder noch schnell zusammengebaut oder nur verbessert wurden. Im Fahrerlager sind sie aufgereiht und werden von Jung und Alt bestaunt. Meist sind es Bobbycars oder Kettcars, die umgerüstet wurden. Mit 14 Meldungen gehen zwei Teilnehmer weniger als im Vorjahr an den Start. Es werden wieder zwei Gruppen gebildet: die unter 18-Jährigen und die darüber.

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Erstmals zwei Zwischenstationen

Dann kann es endlich losgehen, das 5. Auer Seifenkistenrennen. An der Rennstrecke entlang bekommen die Zuschauer über Lautsprecher alle Informationen über die einzelnen Starter, moderiert von Justin Kaiser und Daniel Hauser. Einige hundert Zuschauer säumen die Rennstrecke, einige haben sich mit Kaffee und Kuchen an Bierzeltgarnituren, andere auf Decken unter Obstbäumen niedergelassen, um das Spektakel zu verfolgen. Dazu gibt es Getränke und Eis.

Heuer gibt es erstmals zwei Zwischenstationen, wo die Fahrer einen Stopp einlegen müssen. Zuerst müssen sie Geschicklichkeit bei einem Eierlauf zeigen. An der zweiten Station müssen sie mit einem Spezialhammer einen Nagel einschlagen. An beiden Stationen können die Fahrer Zeit gut machen oder verlieren. Dann geht es weiter den Berg hinunter durch eine scharfe S-Kurve Richtung Soccerpark und ins Ziel am Ortseingangsschild von Au, wo die Zeit gestoppt wird. Gerade im unteren Abschnitt haben die Fahrer beachtliche Geschwindigkeiten drauf. Großen Applaus erhalten zwei Bobbycar-Fahrer, die furchtlos auf ihrem Minigefährt die Strecke meistern, einer von ihnen, Noah Stieglmeier, fährt mit eingegipstem Arm sogar auf den dritten Platz.

Robert Forster hat sich ein ganz besonderes Stahlgefährt ausgedacht und aus Aluminiumprofilen zusammengeschraubt: ein flaches Gefährt mit einem silbernen Totenkopf vorne drauf, auf dem man liegend den Berg hinunter rast. Diese Fahrtechnik wird besonders bestaunt. Erst am Vormittag macht Robert Forster damit die Jungfernfahrt, um zu testen, ob Lenkung und Bremsen richtig funktionieren. Einige kreative Fahrzeuge gibt es zu bewundern: Mit seinem roten Ferrari mit Haifischmaul holt sich der Auer Christoph Jakob den Pokal für das kreativste Gefährt. Nach dem ersten Durchgang setzt Dauerregen ein. Das Rennen wird beendet. Teilnehmer wie Zuschauer flüchten sich in die angrenzende Feldscheune der Familie Jakob, wo man sich bei Getränken und Grillwürstl stärken kann. Hier ist schon alles bereit für das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Moskau. Gespannt warten alle auf die Auswertung des Rennens und die Siegerehrung, die Carolin Sturm und Daniel Hauser vornehmen.

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