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18.03.2009

Rehling investiert so viel wie nie zuvor

Rehling (AN) - Die Gemeinde Rehling investiert in diesem Jahr so viel wie nie zuvor. Mit einem Volumen von insgesamt fünf Millionen Euro liegt der am Freitag vom Gemeinderat einstimmig verabschiedete Haushaltsplan um eine Million über dem bisher höchsten Volumen. Der Vermögenshaushalt beträgt 2,057 Millionen Euro, diese Summe wird also investiert. Und zwar tatsächlich in Baumaßnahmen und nur marginal in Grunderwerb. Dennoch kommt die Kommune um neue Kredite herum. Sie kann ihre Schulden im Gegenteil sogar weiter abbauen.

Hangsicherung an der Alten Bergstraße ist ein Risiko

Eingangs betonte Bürgermeister Alfred Rappel, dass der vorliegende Plan "angesichts der unsicheren Wirtschaftslage und der weiteren Entwicklung umsichtig und solide" erstellt worden sei. Die bestehenden Risiken könnten beherrscht werden, zeigte sich Rappel sicher.

Ein Risiko ist die anstehende Hangsicherung an der Alten Bergstraße. Weil dafür keine konkreten Zahlen vorliegen, wurde mit 200 000 Euro nur ein überschlagener Betrag eingesetzt. Die tatsächlichen Kosten könnten davon wesentlich abweichen, wie betont wurde. Dagegen sind die Ausgaben für die großen Straßenbauprojekte Hambergstraße (180 000 Euro) und Allmering-Stotzard - den Zuschlag erhielt in der Sitzung die Firma Schweiger aus Schmelchen für ihr Angebot in Höhe von rund 456 000 Euro - gesichert. Weitere 120 000 sind für einen Stichweg im Gewerbegebiet vorgesehen.

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"Ernähren" kann sich die Gemeinde in diesem Jahr vom geplanten Verkauf von zwei Baugrundstücken. Im 2,96 Millionen Euro umfassenden Verwaltungsetat wird mit 626 000 Euro ein hoher Überschuss erzielt. Dieser steht für Investitionen im Vermögenshaushalt zur Verfügung. Nach Abwicklung aller Pläne bleiben 186 000 Euro Rücklagen übrig. Zum Jahresende sollen die Schulden auf 306 Euro je Einwohner sinken. Damit liegt Rehling im Landkreisvergleich im Mittelfeld. Übrigens: Die Hebesätze für die Steuern bleiben mit jeweils 330 Punkten unverändert.

Kinderkrippe Zu den beschlossenen Investitionen gehören auch die energetische Sanierung und ein Umbau im Kindergarten "Arche Noah", wofür 200 000 Euro angesetzt sind. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die bisherige Hausmeisterwohnung zur Kinderkrippe umzubauen. Im Zuge der Einschreibung Anfang März wurden sieben Kinder für eine mögliche Krippe angemeldet. Aufgrund einer Bedarfsumfrage beschloss der Gemeinderat, eine Kapazität von 15 Plätzen zu schaffen. Der Hausmeister wird Ende März ausziehen. Bis die Räume entsprechend umgebaut sind, werden die Betreuungsplätze in den Räumen des Kindergartens eingerichtet. Für die Maßnahme beantragt Rehling die Aufnahme ins Konkjunkturpaket II.

Gebühren Logische Folge des Beschlusses war die Änderung der Gebührensatzung für die "Arche Noah", weil diese noch keine Regelung für die Krippenkinder vorsah. Monatlich werden demzufolge für die Krippe beispielsweise bei dreistündigem täglichem Besuch 75 Euro fällig, bei vier Stunden sind es 100, bei bis zu neun Stunden 150 Euro. Die Sätze für den Kindergarten wurden nicht verändert. Beim Hort beschloss der Gemeinderat eine Erhöhung um fünf Euro. Gerechtfertigt sah das Gremium diesen Schritt durch die höhere Qualität der Betreuung in der Hortgruppe gegenüber der früheren Mittagsbetreuung.

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