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Gemeinderat

28.03.2015

Rehling verfügt über ein dickes Finanzpolster

Wie entsorgt Rehling künftig sein Abwasser? Die alte Kläranlage (im Bild) bekommt keine wasserrechtliche Erlaubnis mehr.

Rücklagen von drei Millionen Euro werden schrumpfen, wenn Klarheit über die künftige Entsorgung des Abwassers besteht

Die Gemeinde Rehling steht in finanzieller Hinsicht ausgesprochen gut da. Das wurde einmal mehr in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend deutlich. Der Haushalt im laufenden Jahr umfasst knapp 8,5 Millionen Euro. Ende 2015 werden die Rücklagen 3,2 Millionen Euro betragen, nach einer Tilgung weist die Gemeinde noch einen Schuldenstand in einer Höhe von gut 250000 Euro auf. Vor diesem Hintergrund war es beinahe schon selbstverständlich, dass der Etat einstimmig beschlossen wurde.

Wie Bürgermeister Alfred Rappel auf Anfrage mitteilte, muss die Gemeinde erstmals in ihrer Geschichte eine Kreisumlage von über einer Million Euro nach Aichach überweisen. Die neue Rekordmarke liegt bei 1,1 Millionen Euro. Für die Tilgung älterer Kredite, die für den Kanalbau benötigt wurden, sind knapp 45000 Euro vorgesehen. Rappel wird öfter gefragt, warum die Gemeinde hier nicht mehr zurückzahlt. In diesem Fall muss der Bürgermeister darauf verweisen, dass das aufgrund der bestehenden Verträge nicht möglich ist.

Das mehr als ordentliche Finanzpolster wird aber kaum auf Dauer Bestand haben. Es beruhigt aber die Verantwortlichen wie die Bürger dieser Gemeinde, wenn die Rede auf das größte Projekt im Laufe der kommenden Jahre kommt. Wie wird mittelfristig die Entsorgung des Abwassers geregelt? Wie mehrfach berichtet, steht ein Anschluss an die Anlage des Abwasserzweckverbandes der Kabisbachgruppe im Westen von Sand in der Gemeinde Todtenweis zur Debatte. Rappel: „Ich rechne damit, dass wir in nächster Zeit erfahren, wie das aussehen könnte.“ Sollte diese Alternative nicht zum Tragen kommen, wird Rehling wohl selbst eine neue Anlage bauen. Im aktuellen Haushalt sind unter diesem Posten 500000 Euro vorgesehen. Realistisch betrachtet, wird aber in diesem Jahr nur ein Teil davon für die Planung benötigt.

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Für den Ausbau der Internetversorgung taucht ein Betrag von 250000 Euro im Haushalt auf. Wie viel dafür 2015 tatsächlich benötigt wird, lässt sich derzeit nicht absehen. Fest steht aber, dass 80 Prozent der Kosten in diesem Bereich durch Zuschüsse abgedeckt werden. 440000 Euro wird die Gemeinde durch den Verkauf von vier Grundstücken einnehmen. Diese Kalkulation dürfte der Wirklichkeit sehr nahe kommen, nachdem die Veräußerung von drei Flächen nördlich der Schulsportanlage bereits notariell beurkundet ist.

Bei den Lohnkosten von über 900000 Euro ist zu berücksichtigen, dass allein 620000 Euro als Personalkosten für das Kinderhaus eingeplant sind. Der Bauhof schlägt hier mit 110000 Euro zu Buche, Verwaltung und Kasse zusammen mit 215000 Euro.

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