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Rehling

08.10.2020

Rehlinger sagen den Adventsmarkt wegen Corona ab

Dicht gedrängt und oft fast kein Durchkommen mehr: So erlebte man fast jährlich den Rehlinger Advent am Rathausplatz, Das wird es heuer nicht geben.
Bild: Josef Abt (Archivbild)

Plus Die Veranwortlichen der Rehlinger Vereine entscheiden sich zur Absage von Adventsmarkt und Adventssingen. Und noch mehr Veranstaltungen fallen aus.

17 mal ohne Unterbrechung hat er bereits auf dem Rathausplatz stattgefunden: der Rehlinger Adventsmarkt. Doch in diesem Jahr wird die beliebte Veranstaltung am ersten Adventssonntag wegen der Corona- Pandemie abgesagt. Das gilt auch für das parallel stattfindende Adventskonzert, das stets für eine voll besetzte Pfarrkirche gesorgt hatte. Die Verantwortlichen trafen die Entscheidung schweren Herzens.

Dem neuen Rehlinger Bürgermeister fällt die Absage besonders schwer

Die Sicherheit der Besucher könne trotz der Hygienevorschriften und Sicherheitsregelungen nicht gewährleistet werden, lautete der einhellige Tenor der Besprechungsteilnehmer im Rathaus, zu der Bürgermeister Christoph Aidelsburger eingeladen hatte. Zu viele, nicht erfüllbare Auflagen des Landratsamtes standen auf dem Papier. Dazu gehört eine begrenzte Besucherzahl von 200 Personen, deren Betreten des Rathausplatzes über einen festgelegten Ein- und Ausgang im Einbahnverkehr hätte geregelt und zahlenmäßig überwacht werden müsste. Maskenpflicht, Hygienehandschuhe an den Grills und vieles mehr stehen ebenfalls auf der Liste. Allgemein war zu hören: „Die Gemütlichkeit ist unter diesen Umständen nicht mehr gegeben.“

Der Bürgermeister tat sich schwer mit der Absage, auch im Hinblick auf seinen Amtsvorgänger Alfred Rappel, ist die Veranstaltung doch so etwas wie dessen „Baby“. Auch erwirtschafteten die Vereine stets einen nicht unerheblichen Betrag, der in eine Kasse zur Unterstützung von bedürftigen Personen und sozialen Institutionen floss.

Bleiben die Strickfrauen der KAB nun auf ihren Socken sitzen?

Während die meisten Vereine mit der Absage kein Problem haben, weil sie noch keine Vorleistungen erbringen mussten, dürften die Strickfrauen der KAB nun womöglich auf ihren zahlreichen Wollsocken sitzen bleiben. Sie haben schon längst einen Vorrat gestrickt. Der Bürgermeister hat zugesichert, dass im nächsten Gemeindeblatt ein Hinweis auf die Möglichkeit Sockenkauf erscheinen wird. Interessenten können sich bei Marianne Herb melden.

Auf einen Weihnachtsbaum am Rathausplatz werden die Rehlinger aber nicht verzichten. Wer einen Baum spenden möchte, kann sich bei der Gemeinde melden. Auch wird die Krippe, die lediglich am Tag des Adventsmarktes aufgestellt war, über die Weihnachtstage mit den lebensgroßen Figuren bestückt.

Die Vereinsvertreter diskutierten außerdem über ihre Weihnachtsfeiern. Wie sich zeigte, wollen sie wegen der Vorschriften eher auf eine solche Veranstaltung verzichten. Der Schützenverein, der dies immer mit seiner Königsproklamation verbindet, wird Art und Umfang dieses Abends noch klären. Verschoben wurde auch das Treffen der Vereinsvorstände (geplant 19. November) zur Jahresplanung. Auch die Bürgerversammlung steht noch auf der Kippe, wie der Bürgermeister informierte. Die Verwaltung prüft, ob und wie sie möglich wäre.

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