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Historie

07.07.2020

Rettung aus großer Not

Dieses Gemälde zeigt den alten Hof von Andersbach.
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Dieses Gemälde zeigt den alten Hof von Andersbach.

Vor 280 Jahren bedrohten Panduren die Helds in Andersbach. Was dann geschah

Die Familie Held aus dem Weiler Andersbach ist im Besitz eines Votivbildes, das an den Pandureneinfall im Sielenbacher Raum erinnert. Vor 280 Jahren waren 48 dieser damals recht gefürchteten Mordbrenner am Pfingstsonntag des genannten Jahres in Sielenbach eingefallen.

Der Hof der Familie Held, der heute zur Stadt Aichach gehört, liegt nicht weit von Sielenbach entfernt. Aus alten Erzählungen der Helds geht hervor, dass Haus und Stall nur durch die Hand Gottes vor Plünderungen und Brandschatzung verschont geblieben sei. Diesen Überlieferungen zufolge, kam an jenem Tag im Jahre 1740 eine Gruppe von Panduren dem Hof bedrohlich näher. Doch die ortsunkundigen „Besucher“ gerieten in ein Sumpfgebiet an der Ecknach, in dem es für sie kein Entrinnen gab. Ross und Reiter versanken im Morast.

Aus Dankbarkeit ließ der errettete Bauer Josaphat Held eine Votivtafel auf Holz malen, das die Nachkommen an den Schreckenstag und die Rettung erinnern sollte. Das Votivbild zeigt einen von zwei Panduren bedrängten Mann, der in seiner Not die Hilfe der Heiligen Dreifaltigkeit erfleht. Das Bild hat bis heute einen Ehrenplatz auf dem Held-Anwesen. (ech)

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