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Achenkirch

16.01.2020

Rodelunfall in Tirol: 20-Jähriger aus Aichach-Friedberg stirbt

Ein Helfer zieht den Schlitten nach oben, mit dem ein junger Mann aus einer kleinen Gemeinde im nördlichen Teil des Wittelsbacher Landes auf einer Rodelbahn in Tirol verunglückt ist.
Bild: Zoom.Tirol

Plus Ein junger Mann aus dem nördlichen Landkreis Aichach-Friedberg starb bei einem Rodelunfall in Tirol. Das Unglück weckt Erinnerungen an den Tod eines Augsburgers.

Tragisches Ende eines Betriebsausfluges: Beim Rodeln mit seinen Arbeitskollegen ist ein 20-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis Aichach-Friedberg tödlich verunglückt. Der Unfall geschah am Mittwoch bei Achenkirch im österreichischen Tirol.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Mann mit fünf Kollegen auf einem Ausflug in Achenkirch gewesen.Sie liehen sich Rodel aus und fuhren mit der Christlum-Bahn zur Bergstation. Von dort aus rodelten sie mehrmals die ausgeschilderte und präparierte Rodelbahn hinunter. Die Naturrodelbahn ist laut Internet circa dreieinhalb Kilometer lang und führt von der Bergstation des Lifts knapp 450 Höhenmeter nach unten.

Bei der vierten Abfahrt gegen 16 Uhr geschah das Unglück

Wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte, kam der junge Mann bei der vierten Abfahrt gegen 16 Uhr aus bislang unbekannter Ursache in einer leichten Linkskurve über den rechten Rand der Rodelbahn hinaus. Nach circa sechs Metern prallte er gegen einen Baum. Seine Arbeitskollegen leisteten nach dem Unfall sofort Erste Hilfe: Sie brachten den 20-Jährigen auf die Rodelbahn und begannen dort mit der Reanimation. Die Notarztcrew eines Rettungshubschraubers setzte die Wiederbelebungsmaßnahmen fort. Doch die Reanimationsversuche blieben erfolglos. Der Mann starb an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Die Notarztcrew konnte nur noch den Tod des 20-Jährigen feststellen.

Rodelunfall in Tirol: 20-Jähriger aus Aichach-Friedberg stirbt

Polizei und Kriseninterventionsteam überbrachten schlimme Nachricht

Nach Informationen unserer Redaktion stammt der Mann aus einer kleinen Gemeinde im nördlichen Teil des Wittelsbacher Landes. Am Donnerstagmorgen überbrachten Beamte der Polizeiinspektion Aichach der Mutter des Mannes die schlimme Nachricht. Sie wurden dabei, wie in solch tragischen Fällen üblich, vom Kriseninterventionsteam begleitet. Das Kriseninterventionsteam blieb anschließend noch vor Ort, um der Familie so gut es ging beizustehen.

Unfall weckt Erinnerungen an Tod eines jungen Augsburgers

Der Unfall weckt Erinnerungen an einen Rodelunfall, bei dem im Anfang April 2013 ein 27-jähriger Augsburger am Säuling bei Reutte in Tirol starb.Der junge Mann hatte damals keine Chance: Er stürzte 200 Meter tief in den Tod. Drei Brüder waren vormittags aufgebrochen und über das Säuling haus zum Gipfel (2047 Meter) aufgebrochen.

Brüder mussten Tod des 27-Jährigen mit ansehen

Das Wetter war kalt mit Temperaturen um minus fünf Grad, es herrschten keine guten Sichtverhältnisse. Über einen Klettersteig erreichten die Brüder die Hangkante, darüber zog sich eine Wiese etwa 300 Meter bis zum Gipfel. „Die Wiese ist aber kein Rodelhang: Geröll und Felsbrocken befinden sich auf ihr“, schilderte danach ein Polizist der Gendarmerie. Dennoch packte der 27-Jährige auf dem Rückweg seinen Plastikrodel aus dem Rucksack. Seine Brüder wollten ihm das riskante Vorhaben ausreden – vergebens. Er setzte sich auf seinen roten Kinderbob. Die Brüder mussten mit ansehen, wie er an der Südflanke nicht mehr bremsen konnte und abstürzte. Die Bergretter, die zu Fuß aufsteigen mussten, fanden den Mann später tot auf. (dpa, nsi, wer)

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