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Sturm

14.05.2015

Rotes Kreuz und Feuerwehr sind im Dauereinsatz

Mit der Schneeschaufel räumt ein Anwohner Dämmmaterial an der Realschule von der Schulstraße.
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Mit der Schneeschaufel räumt ein Anwohner Dämmmaterial an der Realschule von der Schulstraße.
Bild: Erich Echter

Die meisten Kräfte sind nach dem Tornado in der Gemeinde Affing gefordert, aber auch in Aichach, Todtenweis und Schiltberg gibt es Schäden.

40 Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis waren am Donnerstag im Dauereinsatz, um der Folgen des Tornados vom Mittwochabend Herr zu werden. Hauptsächlich in Affing und Gebenhofen, aber auch andernorts. Am  Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr waren es immer noch 28, berichtete Wolfgang Müller, Pressesprecher am Landratsamt Aichach-Friedberg. 100 Einsatzkräfte stellte der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes insgesamt. Und auch am Freitag sind die Helfer gefordert.

Der Leiter des Rettungsdienstes, der Derchinger Thomas Winter, arbeitet seit vielen Jahren in seinem Beruf. Doch so etwas hat er noch nie erlebt: „Dachplatten haben sich bis zu zehn Zentimeter in die Wand gebohrt. Massive Stahlträger hat der Tornado in den Boden gerammt. Ich musste selbst mal kurz stehen bleiben, um das überhaupt zu begreifen“, berichtet er.

Der Anblick von zerstörten Häusern und verwüsteten Straßen ließ ihn und seine Helfer das Schlimmste erwarten. Dass es in der Sturmnacht nur sieben Verletzte zu versorgen gab, grenzt für ihn an ein Wunder. Bis vier Uhr morgens waren seine Leute vor Ort, die ersten rückten jedoch schon um 6 Uhr morgens wieder an, um die Verpflegung der Betroffenen, aber auch der vielen, vielen Helfer weiter zu gewährleisten.

Feuerwehrleute halfen die ganze Nacht

Die Feuerwehr Aichach wurde erstmals gegen 22.15 Uhr am Mittwochabend alarmiert. Dann waren die Feuerwehrleute die ganze Nacht durch beschäftigt. Kommandant Michael Sieber: „Um sechs morgens haben wir Material nach Affing transportiert. Um sieben Uhr sind wir dann wieder alarmiert worden.“ Ein Baum in der Grubetstraße in Algertshausen drohte umzufallen. Vier Feuerwehrfahrzeuge waren unterwegs, dazu gut zwei Dutzend Feuerwehrleute. „Jetzt ist anscheinend das Ende erreicht“, erklärte Sieber am Donnerstag um 14 Uhr gegenüber den Aichacher Nachrichten. Zu diesem Zeitpunkt waren noch zwei Fahrzeuge unterwegs. In den nächsten Tagen stehen umfangreiche Aufräumarbeiten an. Sieber: „Wir müssen mit der Stadt Aichach eine Prioritätenliste erarbeiten.“

Siebers Angaben zufolge hat es die Grundschule Mitte in Aichach, die Ludwig-Steub-Grundschule, arg erwischt: „Da ist der Schulbetrieb eingestellt.“ Auch die Wittelsbacher-Realschule bleibt am Freitag geschlossen. Dort wurde das Dach teilweise abgedeckt. Ein Stahlträger ist abgerissen. Dort wurde noch am Donnerstag mit den Reparaturarbeiten begonnen. Im Stadtgebiet sind Dächer beschädigt worden, wie am Kapfhamer-Stadl. Bäume stürzten um oder große Äste wurden abgerissen, zum Beispiel an der Donauwörther Straße beim San-Depot und der Aktienkunstmühle und an der Bahnhofstraße. Am Grubethaus stürzte eine alte Eiche auf das Dach. Am Samstag treffen sich die Mitglieder ab 8 Uhr, um die Schäden zu beseitigen, so Vorsitzender Erich Hoffmann.

Schäden auch in Todtenweis

In Todtenweis hinterließ das schwere Unwetter ebenfalls seine Spuren. „Ich bin erst um halb zwei heimgekommen“, berichtete Konrad Carl, der Bürgermeister, am Donnerstagmorgen. Von Personenschäden kann seiner Aussage nach zwar keine Rede sein, umso mehr aber von materiellen.

„Die nördliche Seite von Todtenweis hat es schwer erwischt“, schilderte Carl seine Eindrücke. An der Römerschanze seien Keller durchspült worden. Außerdem hätten die Wassermassen Kellerfenster eingedrückt. „Schaut ein bisschen katastrophal aus“, so der Gemeindechef. Er konnte aber auch einen positiven Aspekt herausstellen: „Ganz Todtenweis hat zusammengeholfen und den Dreck weggeräumt.“

Im Gemeindebereich Schiltberg wurden Strommasten umgerissen und bei Aufhausen etwa ein Hektar Wald umgerissen. (mit gön und bac)

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