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Kommunalwahl

27.09.2019

Rudi Fuchs wechselt zu den Freien Wählern

Rudi Fuchs wechselt im Kreistag Aichach-Friedberg von der CSU-Fraktion zu den Freien Wählern.
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Rudi Fuchs wechselt im Kreistag Aichach-Friedberg von der CSU-Fraktion zu den Freien Wählern.
Bild: Christian Lichtenstern (Archivbild)

Plus Der Affinger Ex-Bürgermeister verlässt die CSU-Fraktion im Kreistag. Was hinter diesem Schritt steckt.

Der ehemalige Affinger Bürgermeister Rudi Fuchs wechselt die Kreistagsfraktion. Er hat der CSU den Rücken gekehrt und bei den Freien Wählern angeheuert. Das bestätigte CSU-Fraktionschef Peter Tomaschko auf Anfrage unserer Zeitung. Hintergrund ist demnach die parteiinterne Sortierung vor der Nominierung der Kreistagsliste am 11. Oktober.

Die CSU reserviert wegen Fuchs drei Plätze auf der Liste

Landtagsabgeordneter Tomaschko, der bekanntlich auch CSU-Kreisvorsitzender ist, bedauerte den Schritt von Fuchs sehr. Er betonte: An der Zusammenarbeit innerhalb der Kreistagsfraktion habe es nicht gelegen. Die sei „nach wie vor gut“ gewesen. Schuld sind nach Tomaschkos Erkenntnissen Unstimmigkeiten vor der Nominierung der Kreistagsliste. Traditionell stehen Affing laut Tomaschko zwei Plätze auf der CSU-Liste zu: einer dem CSU-Ortsverband Affing und einer der CSU Anwalting/ Gebenhofen. Der Affinger Platz werde stets vom Bürgermeister besetzt, zuletzt eben von Rudi Fuchs. Doch nun heißt der Bürgermeister in Affing Markus Winklhofer. Winklhofer, Vorsitzender der Affinger CSU, beansprucht diesen Listenplatz selbst. Die CSU-ler aus Gebenhofen und Anwalting wollen laut Tomaschko die Affinger Gemeinderätin Christine Schmid-Mägele auf der Kreistagsliste sehen.

Fuchs bekommt keinen vorderen Listenplatz angeboten

Damit Rudi Fuchs dennoch wieder kandidieren kann, hätte die Kreis-CSU der Gemeinde Affing ausnahmsweise sogar drei Listenplätze eingeräumt. Tomaschko betont: „Rudi Fuchs hätte natürlich einen Platz bei uns auf der Liste bekommen.“ Allerdings nicht im vorderen Feld. Der amtierende Affinger Bürgermeister soll unter den ersten 15 Namen auftauchen. Für Schmid-Mägele wäre ein Platz im Mittelfeld vorgesehen und Fuchs wurde ein Platz „knapp dahinter“ angeboten, berichtete Tomaschko, der zugleich betonte, dass natürlich die Nominierungsversammlung entscheide.

Rudi Fuchs wechselt zu den Freien Wählern

Tomaschko geht davon aus, dass Fuchs mit dieser Rangordnung nicht einverstanden war. In der Mail, in der ihm der Affinger seinen Fraktionswechsel mitteilte, ist keine Begründung enthalten. Für eine Stellungnahme war Fuchs gestern nicht erreichbar. Ebenso nicht erreichbar waren der Fraktionschef der Freien Wähler, Helmut Lenz, und Bürgermeister Winklhofer.

Tomaschko bezeichnete Fuchs’ Schritt als bedauerlich. Er schätze ihn als Person sehr. Kandidaten empfehle er, nicht zu viel Wert auf den Listenplatz zu legen, Immer wieder würden bekannte Leute nach vorne gewählt, so Tomaschko.

Der Kreistag berät am 9. Oktober über die Änderungen in den Kreistagsausschüssen durch den Fuchs-Wechsel. Das ist zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit nötig: wegen des Rücktritts von Sepp Bichler und des Fraktionswechsel von Marc Sturm ebenfalls von der CSU zu den Freien Wählern.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Rudi Fuchs überrascht wieder

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