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Aichach

07.11.2019

SPD eröffnet in Aichach den Nominierungsreigen

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Der Sitzungssaal des Aichacher Stadtrats: Bürgermeister Klaus Habermann wird am Freitag von den SPD-Mitgliedern nominiert. (Symbolbild) 
Bild: Erich Echter

Plus Die Sozialdemokraten in Aichach nominieren am Freitag Amtsinhaber Klaus Habermann. Er wird mindestens einen Gegenkandidaten haben.

Wie viele Kandidaten werden sich um den Chefsessel im Aichacher Rathaus bewerben? Diese Frage ist gut vier Monate vor der Kommunalwahl 2020 noch nicht beantwortet. Fest steht: Amtsinhaber Klaus Habermann will sich noch einmal zur Wahl stellen – und er wird mindestens einen Gegenkandidaten haben. Am Freitagabend aber wird Habermann erst einmal von den SPD-Mitgliedern nominiert. Er bewirbt sich damit um eine fünfte Amtszeit.

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Die Aichacher haben Habermann nach seinem Überraschungssieg 1996 dreimal mit sehr guten Ergebnissen wiedergewählt – zuletzt 2014 trotz zweier Gegenkandidaten. Wie viele es 2020 sein werden, ist noch nicht klar. Neben Habermann hat bislang nur einer erklärt, kandidieren zu wollen: Patrick Marc Kügle. Er gehört seit Dezember 2018 für die FDP dem Stadtrat an. Außer den Liberalen hat sich bislang nur die Christliche Wählergemeinschaft (CWG) klar geäußert: Sie verzichtet auf einen Bürgermeisterkandidaten.

Bürgermeister Klaus Habermann.
Bild: Erich Echter

Aichach: Ob die CSU einen Kandidaten stellt, ist noch offen

Bei der CSU hieß der Bürgermeisterkandidat 2014 Marc Sturm. Mittlerweile sitzt er in den Reihen der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Ob die CSU diesmal einen Kandidaten ins Rennen schickt, ist laut dem Aichacher Ortsvorsitzenden Josef Dußmann „noch nicht zu hundert Prozent entschieden“. Als möglicher Kandidat wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mal der 38-jährige Dußmann gehandelt. Auch dem Fraktionsvorsitzenden und Zweiten Bürgermeister Helmut Beck wurden Ambitionen nachgesagt. Ein Kandidat scheint in den Startlöchern zu stehen, denn wie Dußmann sagt, sollen die Mitglieder in der Nominierungsversammlung entscheiden, ob die CSU jemanden ins Rennen schickt.

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Auch bei der Freien Wählergemeinschaft (FWG) ist die Frage laut dem Ortsvorsitzenden Josef Neumaier noch nicht entschieden. Auch bei dieser Gruppierung sollen die Mitglieder bei der Nominierungsversammlung entscheiden. 2014 hatte Lothar Bahn für die FWG seinen Hut in den Ring geworfen. Offen ist die Frage nach einem Bürgermeisterkandidaten auch beim Bündnis 90/Die Grünen und das Bündnis Zukunft Aichach (BZA).

Und wie sieht die Situation im Stadtrat aus? Da gab es in dieser Amtszeit bislang schon sechs Veränderungen. Bei der CSU rückte im Oktober 2015 nach dem Wegzug von Maria Ziegler Michaela Böck nach, im Oktober 2016 folgte für Raphael Gutmann (zuvor Wimmer) ebenfalls wegen Wegzugs bei der FDP Edith Lotter. Nach dem überraschenden Tod von Stefan Stocker (CSU) zog im Dezember 2016 Monika Knauer in den Stadtrat ein. Im Dezember 2018 rückte für Edith Lotter, die Aichach verließ, Patrick Kügle nach. Klaus Bleis (FWG) legte im März 2019 aus beruflichen Gründen sein Mandat nieder. Auf ihn folgte Helmut Lenz, der bereits von 2008 bis 2014 Stadtrat war. Zuletzt wechselte Marc Sturm im Juni aus der CSU-Fraktion zur FWG.

Im neuen Stadtrat ab Mai 2020 werden unabhängig vom Wahlergebnis drei der amtierenden Mitglieder nicht mehr dabei sein. Bei der SPD wird Inge Gelfert nach 18 Jahren nicht mehr antreten. Bei der CSU verzichten auf eine erneute Kandidatur der 77-jährige Dieter Heilgemeir, der dem Stadtrat bereits seit 1972 angehört, und der 73-jährige Anton Friedl – seit 1990 zunächst Ortssprecher und seit 1996 gewählter Stadtrat.

Kommunalwahl 2020: SPD nominiert Kandidaten für Stadtrat am 14. November

Die SPD nominiert ihre Stadtratskandidaten am Donnerstag, 14. November. Ortsvorsitzender Walter Jöckel sagt: „Die Liste ist voll, inklusive Ersatzkandidaten.“ Besonders stolz ist er darauf, dass jeweils die Hälfte der Kandidaten Männer und Frauen sind. Auf der Liste fänden sich auch neue Leute, junge und ältere.

Eine gute Mischung auf der Kandidatenliste ist laut Dußmann auch das Ziel der CSU. Die fünf Ortsverbände im Stadtgebiet nominieren ihre Kandidaten einen Tag nach der SPD, am Freitag, 15. November. Laut Dußmann sollen auch neue Kandidaten darunter sein und so viele Ortsteile wie möglich abgedeckt werden.

Das ist auch das Ziel der FWG, wie Ortsvorsitzender Josef Neumaier sagt. Nominiert wird voraussichtlich am Samstag, 16. November. Alle amtierenden Stadträte inklusive Marc Sturm treten wieder an, so Neumaier, ebenso die Ortssprecher.

Die CWG ist am Montag, 18. November, dran. „Die Liste ist voll“, sagt Echter. Unter den 30 Kandidaten sind 13 Frauen. Eine volle Liste werden auch die Grünen präsentieren, die laut Ortssprecher Alfred Seitz am 23. November nominieren. „Jung, alt, Mann, Frau, gemischte Berufe“. Mit dieser Mischung hofft die Partei auf eine Verdoppelung ihrer Mandate, so Seitz. Die beiden amtierenden Stadträtinnen treten wieder an.

Ende November will die FDP ihre Nominierungsversammlung abhalten, wie Kügle, der auch Ortsvorsitzender ist, berichtet. „Es werden keine 30 Kandidaten sein“, kündigt er an. Ziel seien zwölf Kandidaten, so wie bei der Wahl 2014. Wie die Grünen hofft er auf eine Verdoppelung der Mandate – also zwei. Darauf hofft auch Erol Duman, der das Bündnis Zukunft Aichach (BZA) im Stadtrat vertritt. Für die Nominierungsversammlung gibt es noch keinen Termin. Die Liste, ist Duman zuversichtlich, werde aber voll.

Bei ihren Erwartungen sind alle Parteien und Gruppierungen vorsichtig. Während die „Kleinen“ – Grüne, CWG, FDP und BZA – ihre Sitze möglichst verdoppeln wollen, äußern sich SPD, CSU und FWG vorsichtig. Die Ortsvorsitzenden hoffen, dass sie die Zahl ihrer Mandate mindestens halten können. Denn offen ist, ob es noch eine weitere Liste für den Stadtrat geben wird. Die AfD hat sich dazu noch nicht geäußert.

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